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    Chodorkowski und Lebedew drohen neue Anklagen

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    MOSKAU, 31. Mai (RIA Nowosti). Die Generalstaatsanwaltschaft droht Michail Chodorkowski und Platon Lebedew mit neuen Anklagen, diesmal wegen „Legalisierung von Geldmitteln, die auf verbrecherischem Wege angeeignet wurden, in Höhe von mehreren Milliarden Rubel". Dies erklärte Natalja Weschnjakowa, offizielle Sprecherin der russischen Generalstaatsanwaltschaft, am Dienstag bei einem Gespräch mit Journalisten.

    Die Anklagen sollen demnächst erhoben werden, sagte Weschnjakowa, ohne auf Details einzugehen.

    „Es reicht aus, Märchen über die Transparenz und Gesetzestreue von Yukos zu erzählen", sagte Weschnjakowa zu Journalisten. „Ich wiederhole noch einmal: Es geht ausschließlich um Betrug und Steuerhinterziehung".

    „Das sind schwere Verbrechen, die gerecht bestraft wurden", meinte die Sprecherin der Justizbehörde. „Wir lehnen jedes politische Motiv in diesem Fall strikt ab."

    „Diejenigen, die behaupten, dass die Verbrechen nicht bewiesen wurden, haben meist keine genaue Vorstellung davon, was sich Michail Chodorkowski und Platon Lebedew zuschulden kommen ließen und welche Beweise tatsächlich vorliegen", erklärte Weschnjakowa.

    Sie betonte, beide Männer hätten konkrete Straftaten begangen, und ihre Schuld sei bewiesen worden. „Es wurden astronomische Summen gestohlen. Staat und Bürger wurden unverschämt bestohlen", sagte sie.

    Sie betonte, dass die Staatsanwaltschaft mit dem Urteil zufrieden sei, es für gerecht halte, den Umständen und der Schwere der Verbrechen entsprechend.

    Das Moskauer Meschtschanski Gericht hatte am Dienstag den Ex-Chef der Ölfirma Yukos, Michail Chodorkowski, und den ehemaligen Chef der Finanzgruppe Menatep, Platon Lebedew, zu je neun Jahren Freiheitsentzug verurteilt. Ihre Strafe werden beide Männer in einem Gefängnis unter gewöhnlichen Haftbedingungen verbüßen.

    Ihr Komplize, der ehemalige Generaldirektor der AG Wolna Andrej Krainow, wurde zu fünf Jahren auf Bewährung verurteilt.