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    Chodorkowski will eine „Fern-Pressekonferenz" aus dem Gefängnis geben

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    MOSKAU, 31. Mai (RIA Nowosti). Der Ex-Chef von Yukos, der am Dienstag zu neun Jahren Haft verurteilt wurde, möchte eine „Fern-Pressekonferenz" aus dem Gefängnis geben, wie sein Rechtsanwalt Anton Drel mitteilte.

    Laut der heutigen Gerichtsentscheidung werden Chodorkowski und sein Komplize Lebedew (Chef der Finanzgruppe Menatep) ihre Strafe in einem Gefängnis unter gewöhnlichen Haftbedingungen verbüßen.

    Wie der Anwalt sagte, soll das die erste derartige Pressekonferenz in Russland werden.

    „Mein Lebensraum ist ein Territorium der Freiheit", zitierte Drel seinen Mandanten.

    Außerdem habe Chodorkowski dem Rechtsanwalt zufolge die Absicht, um einen Freispruch zu kämpfen.

    „Für mich ist es von prinzipieller Bedeutung, Wahrheit und Gerechtigkeit in meinem Heimatland zu erwirken", sagte Chodorkowski nach Angaben seines Verteidigers.

    Für Chodorkowski ist seine Unschuld offensichtlich, sagte Drel weiter.

    „Die rechtsprechende Gewalt verwandelte sich in ein stummes Anhängsel, ein untertäniges Werkzeug der Staatsmacht", zitierte Drel Chodorkowskis Worte.

    „Freiheit ist der innere Zustand des Menschen. Sie verstehen das nicht. Ich habe das Recht, eine eigene Meinung zu haben. Darin liegt meine Freiheit. Häftling ist jeder, wer Sklave seines Bewusstseins ist", sagte Chodorkowski nach Angaben seines Rechtsanwaltes.

    Der Ex-Chef von Yukos beabsichtige, auch weiterhin eine öffentliche Tätigkeit zu betreiben und wolle einige Wohltätigkeitsstiftungen gründen, teilte Drel Journalisten mit.

    Chodorkowski wolle unter anderem einen Fonds zur Unterstützung der russischen Häftlinge stiften. Außerdem kündigte Chodorkowski an, er werde um die eigene Freiheit, um die Freiheit Platon Lebedews und insbesondere um die Freiheit der zukünftigen Generationen kämpfen, die in Russland leben werden.

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