12:12 21 Oktober 2017
SNA Radio
    Politik

    Staatdumaabgeordneter: Die Verkündung des Urteils gegen Chodorkowski ist noch nicht das Ende des Gerichtsprozesses

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 0 0 0
    MOSKAU, 31. Mai /RIA Nowosti/. Pawel Krascheninnikow, Vorsitzender des Gesetzgebungsausschusses der Staatsduma, kommentierte in einem Interview für RIA Nowosti das Urteil gegen den Ex-Chef der Erdölgesellschaft Yukos Michail Chodorkowski folgendermaßen: „Wir werden diese Schau noch lange verfolgen können."

    Der Unterhausabgeordnete meint, dass der Gerichtsprozess mit der Verkündung des Urteils nicht zu Ende sein werde: „Die Rechtsanwälte werden diese Frage wohl kaum unbeachtet lassen, und die geltende Strafprozessordnung sieht die Möglichkeit der Berufung in Appellations- oder Aufsichtsinstanzen vor." Dem Abgeordneten zufolge seien neun Jahre Haft ein recht strenges Urteil.

    „Ich kann nicht ausführlich auf das Wesen der Sache eingehen, aber für einen Menschen in den besten Jahren, der Probleme mit dem Gesetz gehabt hat, bedeutet diese Strafe einen ernsten Schlag", sagte Krascheninnikow. Der Parlamentarier fügte hinzu: „In neun Jahren wird sich Russland stark verändern."

    Die Berufungsinstanzen können die Gefängnisstrafe für Chodorkowski und Lebedew mildern. Diese Meinung äußerte Valeri Draganow, Chef des Ausschusses der Staatsduma für Wirtschaftspolitik, am Dienstag in einem RIA-Nowosti-Interview.

    Er konnte nicht sagen, inwieweit adäquat der Gerichtsbeschluss ist. „Dafür muss man alle Nuancen des Falls sehr gut kennen", erklärte Draganow.

    Zugleich bemerkte er, dass Beobachter den Standpunkt vertreten, dass das „Gericht gewollt oder ungewollt zu verschiedener Zeit unter verschiedenem Einfluss gestanden hatte".

    Draganow meint auch noch, dass für eine Milderung des Urteils zwei Faktoren bestehen: Erstens sollte das Gericht die moralischen Leiden der Angeklagten in Betracht ziehen. Außerdem habe Chodorkowski mit der Untersuchung zusammen gearbeitet.

    Die Generalstaatsanwaltschaft Russlands hält das Urteil gegen Chodorkowski, Lebedew und Krainow für objektiv und gerecht.

    „Wir bewerten das Urteil als objektiv und gerecht. Es entspricht der Schwere der von den Angeklagten begangenen Verbrechen", erklärte Natalja Weschnjakowa, Sprecherin der Verwaltung Information und PR der Generalstaatsanwaltschaft.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren