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    Kubanische Krebse, georgische Schnecken und spanische Molche in den Weltraum gestartet

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    MOSKAU, 31. Mai (RIA Nowosti). Kubanische Krebse, georgische Weinbergschnecken, Geckos und spanische Molche sind am Dienstag in einem biologischen Container an Bord des Weltraumforschungslabors „Photon M-2" in den Weltraum gestartet worden. Der Raumapparat wurde vom „Gagarin-Startplatz" des russischen Raumbahnhofs Baikonur mit einer Sojus-Trägerrakete ins All geschossen. Das verlautete beim Institut für medizinisch-biologische Probleme gegenüber der RIA Nowosti.

    „Im Rahmen eines biologischen Forschungsprogramms wurde ein Container, in dem sich kubanische Süßwasserkrebse und mehrere Reptilien - Geckos wie auch spanische Molche und Kleinstorganismen befinden, auf einen 16-tägigen Flug an Bord der ‚Photon' geschickt", berichtete der Leiter des Labors für Gravitations-Biologie des Instituts für medizinisch-biologische Probleme, Dr. sc. biol. Murad Tairbekow, gegenüber der RIA Nowosti.

    Nach den 16-tägigen schweren Weltraum-Experimenten unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit und einer erhöhten Radioaktvität sollen die Tiere am 16. Juni zur Erde zurückkehren. „Das Niedergehen des Landemoduls ist auf russischem Territorium geplant, wir werden seine Landung korrigieren", teilte Valeri Lyndin, Sprecher der Flugleitzentrale, in einem Gespräch mit RIA Nowosti mit.

    Das Weltraumforschungslabor „Photon M-2" trennte sich um 16.09 Uhr Moskauer Sommerzeit erfolgreich von der Sojus-Trägerrakete und begann einen gesteuerten 16-tägigen Flug, hieß es bei der Flugleitzentrale.

    Am ersten Flugtag werden Spezialisten die Betriebsfähigkeit der Steuersysteme des Raumapparates und der Bordapparaturen prüfen. Daraufhin sollen drei bis fünf Funkkontakte aufgenommen werden, bei denen erste Forschungserkenntnisse zur Erde übermittelt werden.

    An Bord und außerhalb des Weltraumlabors werden im Auftrag der Europäischen Raumfahrtagentur insgesamt 40 Experimente sowie rund 20 Versuche nach einem russischen Programm durchgeführt.

    Die maximale Entfernung des Raumapparates zur Erde beträgt 300 bis 370 Kilometer und die minimale 260 bis 266 Kilometer. Der Raumapparat hat eine Masse von 6,5 Tonnen. 850 bis 1200 Kilogramm davon entfallen auf die wissenschaftlichen Apparaturen.

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