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    Noch kein Termin für Putins Besuch in Japan vereinbart

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    TOKIO, 31. Mai (RIA Nowosti). Die Außenminister Russlands und Japans haben noch keinen genauen Termin für den in diesem Jahr geplanten Tokio-Besuch Wladimir Putins vereinbaren und die Differenzen hinsichtlich des Territorialproblems und in Bezug auf den Abschluss des Friedensvertrages zwischen beiden Ländern nicht beseitigen können.

    „Wir haben vereinbart, dass der Besuch des Präsidenten Russlands in Japan unbedingt bis Ende dieses Jahres stattfindet. Der Besuchstermin wird zu einem späteren Zeitpunkt vereinbart", sagte der japanische Außenminister, Nobutaka Machimura, zu den Ergebnissen seiner Verhandlungen mit Sergej Lawrow.

    „Der Besuch von Präsident Putin in Japan muss qualitätsgerecht vorbereitet und zu einer wichtigen Etappe der kreativen Entwicklung der bilateralen Beziehungen werden", sagte Lawrow dazu.

    Beide Minister haben Fragen der Vorbereitung von Dokumenten zu dem Treffen der Staatschefs beider Länder erörtert. Die Mehrheit dieser Dokumente ist laut Machimura bereits abgestimmt.

    Der japanische Minister betonte, dass beide Seiten - sowohl Russland als auch Japan - daran interessiert sind, dass der Besuch Putins maximal erfolgreich sein wird.

    Der japanische Premier, Junichiro Koizumi, hatte im Rahmen des G-8-Gipfels im Juni 2004 auf Sea Island (USA) seine Einladung an den Präsidenten Russlands zu einem Besuch in Japan Anfang 2005 bekräftigt. Wie die Agentur Kyodo Tsushin bereits früher berichtete, hatte die japanische Seite damit gerechnet, dass die Reise des russischen Präsidenten nach Japan im Juni dieses Jahres stattfindet.

    Zu Beginn der heutigen Verhandlungen betonte Sergej Lawrow, sie hätten den Dialog nach seinem Treffen mit Nobutaka Machimura im Januar dieses Jahres in Moskau fortgesetzt. Im Mittelpunkt des Dialogs stünden Fragen „der Ausfüllung des bevorstehenden Besuchs Wladimir Putins in Japan mit Inhalten", so Lawrow.

    Was das Territorialproblem zwischen beiden Ländern betreffe, so haben die Außenminister die Meinungsunterschiede nicht ausräumen können.

    „Die Positionen unserer Länder bleiben unverändert, und sie sind einander entgegengesetzt", stellte der russische Außenminister zu den Ergebnissen des Treffens fest.

    Dennoch haben die Seiten „ihre Bereitschaft bekräftigt, das Gespräch fortzusetzen, um besser zu begreifen, wie dieses Problem gelöst werden kann", sagte der Minister. „Für seine Lösung ist eine Abstimmung mit der öffentlichen Meinung beider Länder erforderlich", fügte er hinzu.

    Lawrow führte weiter aus, dass Russland und Japan „keinerlei geheime Verhandlungen über die Territorialfragen führen".

    Vier Inseln der Kurilen-Kette - Kunaschir, Iturup, Schikotan und Chabomai - wurden 1945 an die Sowjetunion abgetreten. Laut dem Friedensvertrag, der am 8. September 1951 von Japan und den Verbündeten geschlossen wurde, verzichtete Japan auf alle Rechte an Südsachalin und den Kurilen.

    1956 haben die Sowjetunion und Japan eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet, die dann vom Obersten Sowjet der UdSSR ratifiziert wurde. In dem Dokument war die Vereinbarung über die Übergabe der Inseln Chabomai und Schikotan an Japan nach der Unterzeichnung eines Friedensvertrages zwischen beiden Ländern fixiert.

    Die japanische Seite besteht auf der Übergabe der vier Kurilen-Inseln, und zwar noch vor dem Abschluss des Friedensvertrages.

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