13:39 23 Januar 2017
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    Chodorkowskis Verteidiger: Keine Hoffnung auf Überprüfung des Urteils gegen seinen Mandanten

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    MOSKAU, 31. Mai /RIA Nowosti/. Genrich Padwa, Verteidiger des Ex-Chefs von Yukos, meint, dass keine Hoffnung auf eine Überprüfung des Urteils gegen Michail Chodorkowski bestehe.

    Im Gespräch mit Journalisten bekräftigte er, dass die Verteidigung das heutige Urteil des Meschtschanski Gerichts anfechten werde.

    „Es gibt zwar keine Hoffnung, wir werden aber alle Instanzen durchlaufen", sagte Padwa.

    Die Verteidigung von Michail Chodorkowski und Platon Lebedew werde im Laufe von zehn Tagen die Berufung gegen das Urteil einlegen.

    „Wir werden das Urteil als gesetzwidrig und unbegründet anfechten. Die Beweisgründe und Argumente der Verteidigung wurden bei der Urteilsfällung unberücksichtigt gelassen", sagte die Rechtsanwältin Jelena Lipzer, die die Interessen von Lebedew vertritt, gegenüber RIA Nowosti.

    Die Rechtsanwältin Karina Moskalenko, die die Interessen von Chodorkowski vertritt, erklärte ihrerseits, dass die Verteidigung „konsequent und hart das Urteil im Obersten Gericht anfechten wird". Da aber auch dort „eine Abmachung möglich sei", „werden wir an das Europäische Gericht appellieren", äußerte Moskalenko.

    Sie bezeichnete das Urteil als „politische Abrechnung mit dem unabhängigen und widerborstigen Geschäftsmann und möglichen politischen Opponenten".

    Das Meschtschanski Gericht von Moskau hat den Ex-Chef von Yukos Michail Chodorkowski zu neun Jahren Freiheitsentzug verurteilt. „Die gleiche Strafe ist auch über den Chef der MFO Menatep, Platon Lebedew, verhängt worden. Ihre Strafe werden sie in einer Besserungsarbeitskolonie mit allgemeinen Haftbedingungen verbüßen müssen.

    Zu fünf Jahren auf Bewährung wurde der ehemalige Generaldirektor der AG Wolna Andrej Krainow verurteilt.

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