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    Drogenkonsum in Tschetschenien nimmt zu

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    GROSNY, 31. Mai (RIA Nowosti). Der Drogenkonsum ebenso wie der Drogenhandel nimmt in Tschetschenien ein „katastrophales" Ausmaß an, teilte Rudnik Dudajew, Sekretär des tschetschenischen Sicherheitsrates, mit.

    Besonders große Besorgnis errege der Umstand, dass immer mehr Frauen in den Drogenhandel verwickelt werden. Sie werden hauptsächlich als Drogenkuriere eingesetzt.

    In Tschetschenien leben derzeit 1645 behördlich erfasste Drogensüchtige, während ihre tatsächliche Zahl zehn- bis zwölfmal so hoch ist, informierte der Chef der Tschetschenischen Verwaltung der Föderalen Drogenkontrollbehörde, Ibragim Nuradijew.

    Mit der Ausbreitung der Drogensucht nehme auch die Zahl der HIV-Infizierten zu, sagte er. In Tschetschenien wurden bisher 505 Aids-Erkrankungsfälle gemeldet. Die meisten dieser Menschen steckten sich beim Spritzen von Rauschgift an, sagte Nuradijew.

    Seit Jahresbeginn wurden ihm zufolge insgesamt 146 Straftaten aufgedeckt, die mit dem illegalen Drogenhandel verbunden sind.

    574 Personen wurden wegen verschiedener Drogenverbrechen verurteilt, davon 350 wegen besonders schwerer Delikte.

    Nuradijew stellte fest, dass in der Republik keine Vorbeugungsmaßnahmen gegen die Ausbreitung von Drogensucht ergriffen werden. Alle Behandlungs- und Rehabilitationsmaßnahmen konzentrieren sich auf Personen, die schon seit langem drogenabhängig sind.

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