16:05 19 Januar 2017
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    Sprecher des Außenamtes Russlands: Treffen in Wladiwostok leitet neue Etappe im Dialog zwischen Russland, China und Indien ein

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    MOSKAU, 01. Juni (RIA Nowosti). Mit dem am Donnerstag in Wladiwostok beginnenden Treffen der Außenminister Russlands, Indiens und Chinas wird eine neue Etappe des dreiseitigen Dialogs eingeleitet. Diese Meinung äußerte der Amtssprecher des Außenministeriums Russlands, Alexander Jakowenko, in einem am Mittwoch in der „Rossijskaja Gaseta" veröffentlichten Beitrag.

    „In letzter Zeit ist eine bemerkbare Verstärkung der Einstellung unserer Länder auf einen intensiveren dreiseitigen Dialog zu verzeichnen, immer offensichtlicher wird ihr reales Interesse am Zusammenwirken in verschiedenen Bereichen", so der Diplomat. „Angesichts dieser Tatsache könnte das Treffen in Wladiwostok eine neue Etappe einleiten und dem Dialog zwischen Moskau, Delhi und Peking einen starken Impuls verleihen."

    Wie der Diplomat betonte, hat sich die geopolitische Situation in der Welt seit dem Zeitpunkt, als Russland 1998 die Initiative zu solchen Treffen ergriff, wesentlich verändert. „Die Motivation, die unsere drei Länder vereint, ist aber die gleiche geblieben."

    Nach seiner Ansicht würden Russland, Indien und China „durch die gemeinsame Einsicht vereint, dass vielseitige Bemühungen, die sich auf eine maximale internationale Teilnahme stützen, wo die UNO als universelle und besonders angesehene internationale Organisation eine zentrale Rolle spielt, der effektivste Weg zur Lösung der heutigen Probleme der Menschheit sind".

    „Offensichtlich ist auch, dass Russland, Indien und China als die drei größten Nachbarländer in Asien viele gemeinsame Interessen in Bezug auf die Aufrechterhaltung der Stabilität in der umfangreichen Asiatisch-Pazifischen Region haben, in der es bedauernswerterweise noch viel Sprengstoff gibt", heißt es im Artikel.

    Eine beachtliche Rolle bei der gegenseitigen Annäherung der drei Länder spiele auch der Wirtschaftsfaktor. „Russland, Indien und China gehören zu den dynamischsten und zukunftsreichsten Wirtschaften der Welt", so Jakowenko. „Für ein trilaterales Zusammenwirken in dieser Sphäre gibt es heute ein solides Potential an Ressourcen, Technologien und Finanzen, es gibt Möglichkeiten für eine gemeinsame Realisierung großer Wirtschaftsprojekte auf der Grundlage des Prinzips der gegenseitigen Ergänzung der Wirtschaften."

    Es handle sich in erster Linie um die Zusammenarbeit im Verkehrswesen, in der Energiewirtschaft und in den Informationstechnologien. „Eine Erweiterung von Kapazitäten der Transsibirischen Eisenbahn könnte beispielsweise China und Indien helfen, sich dem regionalen Transportsystem anzuschließen und damit Kommunikationsprojekte zu realisieren, die sie der euroatlantischen Region näher bringen würden", stellte der Sprecher des Außenamtes fest. „Offensichtlich ist auch, dass unsere drei Länder einen wesentlichen Beitrag zur Bildung einer neuen Struktur der Energiewirtschaft im Asiatisch-Pazifischen Raum leisten könnten, was ihnen und vielen anderen Staaten dieser Region die Möglichkeit eröffnen würde, die Lieferungen von Energieträgern zu diversifizieren und die eigene Energiesicherheit zu gewährleisten", meinte er.

    Es sei absolut offensichtlich, dass das Interesse der drei Länder am gegenseitigen Zusammenwirken einen Selbstwert hat und transparent ist, so Jakowenko. „Es ist nicht gegen dritte Länder gerichtet", betonte er.

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