05:29 23 Januar 2017
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    Die „Orange" auf der Krim treten gegen die russische Sprache an

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    MOSKAU, 01. Juni (RIA Nowosti). Die Weigerung der Regierung der Autonomen Republik Krim in der Ukraine, offizielle Informationen in russischer Sprache zu verbreiten, verletzt die Europäische Konvention über die europäischen Sprachen. So kommentierte der Abgeordnete der russischen Staatsduma, Konstantin Satulin, den Fakt, dass die Pressestelle des Ministerrates der Krim zur ukrainischen Sprache übergegangen ist und die Übermittlung von Meldungen in russischer Sprache eingestellt hat. Zugleich ist auch die Internetseite der Regierung nur noch einsprachig auf Ukrainisch zu lesen.

    „Das ist eine glatte Verletzung der Europäischen Konvention über die europäischen Sprachen. Sie plädiert dafür, dass in Gebieten, wo kompakt zum Beispiel russischsprachige Menschen leben, neben der Staatssprache auch die russische Sprache verwendet werden kann. Die Bewohner der Krim haben gute Gründe, sich an die europäischen Institutionen zu wenden, um ihre Interessen zu verteidigen", sagte Satulin in einem Interview für RIA Nowosti.

    „Auf der Krim sprechen alle russisch, ob Ukrainer oder Krimtataren. Noch in den 90er Jahren wurde in drei Sprachen gesprochen: russisch, ukrainisch und krimtatarisch", so der Parlamentarier.

    Er hält Erklärungen ukrainischer Politiker, wonach in Gebieten mit einer dichten Besiedlung durch russischsprachige Bevölkerung die russische Sprache verwendet werden kann, für „Demagogie und Verschleierung", die der Logik des Wahlkampfes geschuldet sind.

    „Die Ukraine gibt die Versuche nicht auf, uns hinsichtlich der russischen Sprache Märchen aufzutischen. Doch in der Tat wird mit der russischen Sprache und Bildung in der Provinz, besonders in der Westukraine, kurzer Prozess gemacht", meint der Abgeordnete.

    Er vertritt die Auffassung, dass die Ernennung von Anatoli Matwijenko zum Chef der Autonomie nach der orangefarbenen Revolution der Grund für die Beendigung der Nachrichtenübermittlung in russischer Sprache ist.

    „Zeitweilig gab sich die Elite auf der Krim der Illusion hin, dass Matwijenko unter den gegebenen Umständen nicht die schlechteste Variante sei und sich kompromissbereit zeigen könne. Das ist nicht passiert. In den Jahren, die Anatoli Matwijenko in der Landespolitik verbrachte, legte er sich ein anderes Image zu, nämlich das des Chefs der nationalistischen Partei Sobor, die mit dem Block der amtierenden Premierministerin Julia Timoschenko eine Koalition einging", sagte Satulin.

    Der Abgeordnete erinnerte daran, dass im März 2006 die Wahlen zum Obersten Sowjet der Krim und zur Obersten Rada der Ukraine anstehen. „Mit solchen Handlungen, die auf die Benachteiligung der russischen Sprache gerichtet sind, kann man nur Nervosität erzeugen, bei der die Krimbewohner wieder einmal nicht so abstimmen, wie man es von ihnen erwartet", meint Satulin.