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    US-Kongressabgeordneter Henry Hyde gegen G8-Ausschluss Russlands

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    MOSKAU, 01. Juni. (RIA Nowosti). Henry Hyde, Vorsitzender des Ausschusses für internationale Beziehungen des Repräsentantenhauses des US-Kongresses, unterstützt den Vorschlag zum Ausschluss Russlands aus der „Großen Acht" im Zusammenhang mit dem Urteil, das das Moskauer Gericht über Michail Chodorkowski fällte, nicht.

    „Ich teile nicht die Meinung über den Ausschluss Russlands aus der ‚Großen Acht'", sagte Hyde am Mittwoch gegenüber Journalisten.

    Tom Lantos, Mitglied des Ausschusses für internationale Beziehungen, brachte eine Resolution zum Ausschluss Russlands aus der „Großen Acht" in den US-Kongress ein.

    „Wir haben (mit Lantos) unterschiedliche Ansichten über dieses Problem, obwohl er eine markante Person ist", sagte Hyde.

    Er betonte auch, dass er das Urteil über Chodorkowski nicht kommentieren könne. „Ich kenne die Fakten dieses Falls nicht. Ich weiß nicht, welche Beweise es gab. Ich verfolgte diesen Fall nicht aufmerksam", sagte er. Ihm zufolge habe er nur eine allgemeine Vorstellung von diesem Fall.

    „Ich habe keine hinreichenden Informationen, um endgültige Schlüsse zu ziehen", sagte Hyde.

    Lantos erklärte am Dienstag in Moskau die Absicht amerikanischer Senatoren, eine Resolution über den Ausschluss Russlands aus der „Großen Acht" im Zusammenhang mit der Entscheidung des Gerichts zum Fall Michail Chodorkowski, Platon Lebedew und Andrej Krainow in den US-Kongress einzubringen. Das teilte er selbst Journalisten mit.

    Das Meschtschanski-Gericht in Moskau verurteilte Michail Chodorkowski und Platon Lebedew zu je neun Jahren Freiheitsentzug. Andrej Krainow wurde zu fünf Jahren Freiheitsentzug auf Bewährung verurteilt.

    Lantos traf am Dienstag in Moskau ein. Er wohnte der Schlussetappe der Urteilsverkündung nicht bei und kam erst zum Gebäude des Meschtschanski-Gerichts, nachdem das Urteil gesprochen war.

    Vor einiger Zeit initiierte Lantos schon eine analoge Resolution. Er behauptete, dass die „Acht" die Teilnahme Russlands an ihren Sitzungen aussetzen müsse, solange Moskau die Redefreiheit nicht wiederherstelle und nicht beginne, die Menschenrechte zu achten.

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