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    Weltraumtourist Gregory Olsen könnte im Herbst ins All starten

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    MOSKAU, 01. Juni (RIA Nowosti). Der potentielle Weltraumtourist Nummer drei, der Amerikaner Gregory Olsen, könnte den Flug zur Internationalen Weltraumstation schon in diesem Jahr antreten, erfuhr RIA Nowosti am Mittwoch von Roskosmos.

    "Roskosmos und die Firma Space Adventures sind optimistisch und meinen, dass Gregory Olsen den Flug zur Internationalen Weltraumstation schon im Herbst dieses Jahres antreten kann", sagte der Sprecher von Roskosmos.

    Ihm zufolge nahm Olsen die Vorbereitungen für den Flug im Sternenstädtchen bei Moskau schon wieder auf.

    "Space Adventures schlug uns Gregory Olsen offiziell als Kandidaten für einen kurzzeitigen Flug auf einer Umlaufbahn vor. Am 16. Mai hat er die Ausbildung im russischen Zentrum für die Vorbereitung der Kosmonauten wieder aufgenommen", hieß es bei Roskosmos.

    Der Sprecher verwies darauf, dass Olsen im vergangenen Jahr über mehrere Wochen in Russland einer Ärztekommission zur Verfügung gestanden hat. Zum damaligen Zeitpunkt war sein Gesundheitszustand für die weitere Flugvorbereitung als nicht zufrieden stellend eingestuft worden.

    "Olsens Gesundheitszustand hat sich seitdem wesentlich gebessert. Nach einer kürzlichen abermaligen Untersuchung durch die Ärztekommission bekam er grünes Licht für die Wiederaufnahme der Flugvorbereitungen für den Start mit der Sojus zur Weltraumstation", berichtete der Vertreter von Roskosmos.

    "Olsen ist extrem optimistisch und in seine bevorstehende Weltraummission vernarrt", stellte der Präsident von Space Adventures, Eric Anderson, fest. "Greg Olsen befindet sich in einem vorzüglichen gesundheitlichen und funktionellen Zustand. Er nahm die Vorbereitungen zum Weltraumflug wieder auf", fügte er hinzu.

    Auf Fragen von RIA Nowosti hatte der Leiter von Roskosmos, Anatoli Perminow, am Freitag, dem 27. Mai, bezweifelt, dass Olsens Flug zur Weltraumstation im Oktober des laufenden Jahres steigen könne.

    "Dafür gibt es einige Gründe, darunter im Zusammenhang mit der ständigen Verschiebung des Starts der amerikanischen Shuttles", erläuterte er.

    Der Anwärter als Weltraumtourist, der 59-jährige amerikanische Millionär Gregory Olsen, sollte ursprünglich im April 2005 in Begleitung von zwei Raumfliegern zu einer einwöchigen Reise an Bord des russischen Raumschiffes Sojus zur Internationalen Weltraumstation aufbrechen, um die ständige Besatzung der Station abzulösen. Nach der Havarie des amerikanischen Shuttles Columbia im Februar 2003 wird die Besatzung zweimal im Jahr mittels russischer Raumschiffe Sojus abgelöst.

    Der erste Weltraumtourist, der an Bord der Internationalen Weltraumstation weilte, war Dennis Tito, ein Amerikaner italienischer Herkunft, der seinen einwöchigen Flug im Jahr 2001 absolvierte und dafür 20 Millionen US-Dollar bezahlte. Als zweiter Weltraumtourist flog der südafrikanische Millionär Mark Shuttleworth für die gleiche Summe im Jahre 2002 zur Weltraumstation.

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