16:38 18 Oktober 2017
SNA Radio
    Politik

    Kapitalflucht aus Russland anhand von Scheinverträgen auf Null

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 3 0 0
    NOWO-OGARJOWO, 01. Juni (RIA Nowosti). Die Kapitalflucht aus Russland auf der Grundlage von Scheinverträgen ist auf Null zurückgegangen, berichtete der Leiter des Föderalen Dienstes für die Finanzaufsicht Russlands, Viktor Subkow, bei einem Treffen mit dem russischen Präsidenten, Wladimir Putin.

    "Im Jahre 2003 betrug die Summe 9 Milliarden US-Dollar. Sie halbierte sich im vergangenen Jahr. Nun ist sie auf Null zurückgegangen", sagte der Chef der russischen analogen Behörde zum FATF, der internationalen Gruppe zur Bekämpfung der Geldwäsche.

    Gleichzeitig räumte er ein, dass es aber auch noch andere Kanäle gibt, die an die Stelle des genannten Schemas treten.

    "Wir beobachten sie und ergreifen gemeinsam mit der Zentralbank Russlands entsprechende Maßnahmen, um diese Kanäle dicht zu machen", erklärte Subkow.

    Er führte aus, dass seine Behörde gegenwärtig weltweit gemeinsam mit den führenden Ländern der Erde in 22 Fällen ermittelt, darunter mit Großbritannien, den USA, der Schweiz, Belgien, und Deutschland. "Viele der Unterlagen sind durchaus vor Gericht verwertbar", stellte Subkow fest.

    Ihm zufolge zeigen die Banken ein größeres Verantwortungsgefühl in Bezug auf die Gesetzestreue beim Kampf gegen die Geldwäsche.

    "Im Verlauf des Jahres hat sich die Zahl der Anzeigen von verdächtigen Geschäften durch Banken und andere Finanzinstitute verdoppelt. Sie beläuft sich auf etwa 10 - 12 000 pro Tag", teilte Subkow mit.

    In dem Bericht über die Arbeitsergebnisse seines Amtes legte Subkow dar: "Heute besteht die föderale Datenbank aus vier Millionen Hinweisen, von denen ein bedeutender Teil hochgradig verdächtig ist. Das ist eine gute Grundlage für die finanziellen Ermittlungen, die wir anstellen."

    Er sagte ferner, dass den Rechtsschutzorganen im Verlauf der ersten fünf Monate des laufenden Jahres 859 Informationen zugegangen sind, in denen eine Summe von 120 Milliarden Rubel (28,19 Rubel entsprechen 1 US-Dollar) figuriert. "Quantitativ sind das doppelt so viele Unterlagen wie im vorigen Jahr. In der Summe ist sie qualitativ jedoch dreifach höher (gegenüber dem Vergleichszeitraum des Jahres 2004)", berichtete Subkow.

    Präsident Wladimir Putin erklärte seinerseits, er setze darauf, dass die Finanzaufsicht die staatlichen Interessen schützt, dabei aber nicht der Geschäftswelt schadet.

    "Ihrem Amt wurden weitreichende Vollmachten übertragen. Ihre Kollegen arbeiten hartnäckig, reibungslos und ergebnisorientiert. Das sehe ich", stellte Putin fest.

    Er unterstrich aber auch, dass die Tätigkeit der Finanzaufsicht "so organisiert werden muss, dass der Geschäftswelt kein Schaden entsteht. Im Gegenteil, es muss ihr geholfen werden, wie üblich, rechtskonform zu funktionieren".

    Ferner bezeichnete er den Datenschutz als eine der Hauptaufgaben der Finanzaufsicht.

    "Der Datenschutz muss eine der Hauptkomponenten der Tätigkeit Ihres Amtes sein", sagte der Präsident.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren