17:59 20 Oktober 2017
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    Russlands Außenministerium verteidigt nationale Interessen des Landes in allen Richtungen. Japan ist keine Ausnahme

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    MOSKAU, 2. Juni (RIA Nowosti). Die russischen nationalen Interessen liegen der ganzen Tätigkeit des Außenministeriums Russlands, darunter auch im Verhältnis zu Japan, zugrunde.

    Das erklärte der offizielle Vertreter des russischen Außenministeriums, Alexander Jakowenko, in seinem Interview mit der "Sowjetskaja Rossija". Die Zeitung hatte ein Schreiben einer Gruppe von Abgeordneten der Gebietsduma von Sachalin veröffentlicht, die dazu aufrufen, sich Japan gegenüber von russischen nationalen Interessen leiten zu lassen, anders gesagt, vier Inseln der Kleinkurilen Tokio nicht zu übergeben.

    Der Diplomat stellte fest, dass die russisch-japanischen Beziehungen in den letzten Jahren auf verschiedensten Gebieten eine wesentliche Entwicklung erfahren hatten. Es wird ein aktiver politischer Dialog geführt, es gibt mehr interministerielle Kontakte, etwa auf Ebene der Militärämter und der Rechtsschutzorgane. Der Außenhandelsumsatz erreichte in der ganzen Geschichte der russisch-japanischen Beziehungen einen Rekord. Es vertiefen sich die wirtschaftliche Zusammenarbeit und bei einem immer größeren Kreis von Problemen das Zusammenwirken in der internationalen Arena. Dynamisch entwickeln sich die kulturellen Beziehungen und die gegenseitigen Besuche.

    "Wir weichen nicht einem Dialog mit Japan über das sogenannte Problem eines Friedensvertrages aus, dessen Wesen darin besteht, dass Tokio mit der völkerrechtlichen Ausgestaltung der Grenzlinie zwischen unseren Ländern nicht einverstanden ist", sagte Jakowenko.

    Er erinnerte daran, dass die Position Russlands wohl bekannt ist: "Nach den Ergebnissen der Nachkriegsregelung sind alle Kurilen ein Territorium Russlands. Die japanische Seite ist damit nicht einverstanden. Das ist eigentlich das Wesen des Begriffes ‚Territoriales Problem' in den russisch-japanischen Beziehungen."

    Nach Worten des offiziellen Vertreters des russischen Außenministeriums seien die endgültige Lösung aller umstrittenen Probleme und die vertragliche Fixierung der Grenzlinie unseres Landes die langfristige Aufgabe, die der Präsident Russlands der russischen Diplomatie gestellt habe. "Aber die Verhandlungen zu diesem Thema bedeuten keinesfalls, dass das Außenministerium Russlands bereit ist, irgendwelche territorialen Zugeständnisse zu machen", unterstrich er.

    In Tokio wird man nicht müde, zu wiederholen, dass der Abschluss eines Friedensvertrages mit Russland erst nach der Rückgabe von vier Kurileninseln möglich sein wird, die wie auch Südsachalin im Ergebnis der Niederlage des militaristischen Japans im Zweiten Weltkrieg an die UdSSR gingen.

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