09:03 18 Januar 2017
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    Verteidigungsminister Iwanow: Gegen Militarisierung des Kosmos ergreift Russland adäquate Maßnahmen

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    BAIKONUR, 02. Juni (RIA Nowosti). Bei Versuchen einer Militarisierung des Kosmos werde Russland adäquate Maßnahmen ergreifen, erklärte der Verteidigungsminister der Russischen Föderation, Sergei Iwanow, am Donnerstag vor den Journalisten in Baikonur.

    „Wenn irgendein Staat Pläne schmiedet und erst recht, wenn jemand mit der Stationierung von Waffen im Kosmos beginnt, werden wir natürlich darauf adäquat reagieren", sagte der Verteidigungsminister.

    Iwanow hob hervor, dass die Position Russlands bezüglich der Militarisierung des Kosmos im Laufe von Jahrzehnten sehr negativ war. Das bleibe sie auch heute.

    Russland plane nicht, seine Aktivitäten auf dem Gebiet von Verteidigung und Sicherheit in Baikonur, dessen 50. Jahrestag gerade heute begangen wird, abzubauen.

    „Natürlich ist Baikonur bei weitem nicht das einzige russische Kosmodrom (in Vereinbarung mit Kasachstan hat Russland das Kosmodrom für 49 Jahre gepachtet), und in letzter Zeit nehmen wir rein militärische Starts von anderen Kosmodromen vor (Plessezk im Norden des europäischen Teils Russlands und Swobodny im Amur-Gebiet). Aber das bedeutet nicht, dass wir die Absicht haben, die Aktivitäten auf dem Gebiet von Verteidigung und Sicherheit in Baikonur einzustellen", sagte der Verteidigungsminister.

    Ihm zufolge gebe es keine Pläne zum Abzug von Regimentern oder Bataillonen der Weltraum-Truppen von Baikonur.

    „Hier müssen soviel Militärangehörige sein, dass es zur Gewährleistung der Sicherheit ausreicht", sagte Iwanow.

    Nach seinen Worten sei Russland bereit, Gespräche über irgendwelche Abkommen zu taktischen Kernwaffen erst dann aufzunehmen, wenn Länder, die diese Waffen besitzen, sie nur auf ihrem eigenen Territorium stationieren werden. Damit kommentierte er einen Vorschlag amerikanischer Senatoren, ein Abkommen über das Verbot von taktischen Kernwaffen abzuschließen.

    Der Minister hob hervor, dass heute praktisch nur Russland seine taktischen Kernwaffen ausschließlich auf eigenem Territorium aufbewahre.

    „Wie Sie wissen, machen die anderen Länder das nicht", sagte Iwanow.

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