13:59 17 Januar 2017
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    Armeniens Verteidigungsministerium: Keine neuen Abkommen zur Verlegung russischer Militärtechnik von Georgien nach Armenien notwendig

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    JEREWAN, 02. Juni (RIA Nowosti). Für die Verlegung russischer Militärtechnik von Georgien nach Armenien müssen keine neuen Abkommen unterzeichnet werden. Das teilte der Sprecher des Verteidigungsministers Armeniens, Oberst Sejran Schachsuwarjan, am Donnerstag gegenüber der RIA Nowosti mit.

    Die Verlegung eines Teils der Militärtechnik von den russischen Militärstützpunkten auf georgischem Territorium werde durch das armenisch-russische Abkommen über die Zusammenarbeit im militärischen Bereich und die Stationierung russischer Militärstützpunkte in Armenien sowie über die Verpflichtungen zu den Quoten, die im Vertrag über die konventionellen Waffen in Europa vorgesehen sind, geregelt, sagte der Oberst.

    „Deshalb ist es nicht nötig, ein neues Dokument oder Abkommen zwischen den Seiten zu unterzeichnen, um die russische Militärtechnik nach Armenien zu bringen", betonte Schachsuwarjan.

    Am Dienstag war ein mit Militärtechnik und Munition beladener Militärzug vom russischen Militärstützpunkt Batumi in die armenische Stadt Gjumri abgefahren, äußerte der Sprecher.

    Wie er weiterhin bemerkte, ging es noch nicht um eine Umverlegung der russischen Militärangehörigen von Georgien nach Armenien.

    1995 wurde in Gjumri in Übereinstimmung mit einem armenisch-russischen zwischenstaatlichen Vertrag im Rahmen der Verbände des Transkaukasischen Wehrbezirks der 102. russische Militärstützpunkt eingerichtet, der den Gefechtsdienst im Rahmen des Vereinten Luftabwehr-Systems der GUS versieht.

    Der Stützpunkt ist der Gruppe der russischen Truppen in Transkaukasien des Nordkaukasus-Wehrbezirks Russlands unterstellt und mit dem Fla-Raketenkomplex vom Typ S-300 sowie mit Jagflugzeugen vom Typ MiG-29 ausgerüstet. Die Personalstärke des Stützpunktes beträgt rund 5 000 Mann.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass die russischen Militärstützpunkte von Georgien nach Armenien umdisloziert werden, hat bei Baku Besorgnis hervorgerufen. Nach Meinung der aserbaidschanischen Führung wäre dies der Beilegung des sich hinziehenden armenisch-aserbaidschanischen Konfliktes um Berg-Karabach - armenische Exklave auf aserbaidschanischem Territorium - nicht förderlich.

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