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    Putin sicherte weitere Entwicklung des Raumbahnhofs Baikonur zu

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    BAIKONUR, 02. Juni (RIA Nowosti). Baikonur wird nicht nur existieren, sondern sich weiter entwickeln. Das erklärte der russische Präsident, Wladimir Putin, am Donnerstag in einer Festsitzung anlässlich des 50. Gründungstages dieses Raumbahnhofs.

    „Anfang der 1990er Jahre musste Baikonur eine schwere Periode in seiner Geschichte durchmachen. Es ging um seine Existenz selbst. Aber das, was wir heute gesehen haben, wird nicht nur existieren, sondern auch weiter vervollkommnet, auf der Grundlage einer Kooperation zwischen Russland und Kasachstan in High-Tech-Bereichen", fuhr Putin fort.

    Mit Baikonur, diesem ersten Weltraumbahnhof auf der Erde, seien die wichtigsten Ereignisse in der Weltgeschichte verbunden. „Das sind der Start des ersten künstlichen Erdsatelliten, der Flug Juri Gagarins, der erste Ausstieg des Menschen in den freien Weltraum und die erste Orbitalstation. Diesen Erfolgen ging eine titanische Arbeit von Hunderttausenden von Menschen in allen Republiken der früheren Sowjetunion voraus. Der Bau von Baikonur und auch das gesamte Raumfahrtprogramm können ohne Übertreibung als eine wirkliche nationale Heldentat und patriotischer Elan bezeichnet werden. Das war eine Heldentat des Volkes, das den grausamsten Krieg durchgemacht und erhebliche Verluste hingenommen hatte", sagte der russische Präsident.

    Es sei kaum vorstellbar, dass mit dem Bau von Baikonur zehn Jahre nach dem Kriegsende - 1955 - begonnen worden sei. Baikonur veranschauliche, wie die Zusammenarbeit und Integration zwei Ländern Vorteile brächten, wie effektiv sie daran arbeiteten, das Ansehen beider Staaten auf dem internationalen Schauplatz zu heben wie auch die Positionen Russlands und Kasachstans auf High-Tech-Märkten zu festigen.

    „Baikonur spielt die wichtigste Rolle bei der Versorgung der Internationalen Raumstation ISS, bei der Erfüllung von Raumfahrtprogrammen anderer Länder der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) und übriger Staaten." Putin sagte ferner, dass in den zurückliegenden zehn Jahren zwischen Russland und Kasachstan knapp 30 Abkommen und Verträge geschlossen wurden, die alle Sphären der Tätigkeit des Raumbahnhofs Baikonur und der gleichnamigen Stadt regulieren. „Von prinzipieller Bedeutung ist das Abkommen über die Nutzung des Raumbahnhofes, das eine Verlängerung seiner Pacht durch Russland bis 2050 vorsieht", sagte Putin.

    Russland und Kasachstan seien gewillt, die gegenseitig vorteilhafte Zusammenarbeit bei der friedlichen Erschließung des Weltraumes auszubauen. Zu den aussichtsreichsten Projekten in diesem Bereich zählte Putin den Bau des Startkomplexes neuer Generation Baiterek auf dem Gelände von Baikonur. Die Errichtung dieses Komplexes wurde am Donnerstag von Putin und seinem kasachischen Amtskollegen, Nursultan Nasarbajew, besiegelt.

    Putin gratulierte den Veteranen und den Mitarbeitern des Raumbahnhofs zum 50. Gründungstag von Baikonur.

    Putin und Nasarbajew besichtigten mehrere Komplexe des Raumbahnhofes, darunter die Montage- und Erprobungshalle, den Startkomplex „Proton", den Startkomplex „Sojus" - den sogenannten Gagarin-Start. Von diesem Startplatz Nr. 1 wurden die erste interkontinentale ballistische Rakete, der erste Satellit und der erste Kosmonaut in der Welt ins All geschossen. Von hier aus starteten die meisten sowjetischen und russischen Kosmonauten und wurden Raumapparate zum Mond, zum Mars und zur Venus geschossen.

    Putin und Nasarbajew legten Blumen am Denkmal für die ums Leben gekommenen Raumfahrer nieder.

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