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    Russischer Außenminister: Russland, Indien und China werden praktische Zusammenarbeit im Kampf gegen neue Bedrohungen erweitern

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    WLADIWOSTOK, 02. Juni /RIA Nowosti/. Russland, Indien und China werden die praktische Zusammenarbeit im Kampf gegen die neuen Bedrohungen und Herausforderungen erweitern. Das erklärte der russische Außenminister, Sergej Lawrow, nach dem Treffen mit seinem indischen und seinem chinesischen Kollegen.

    „Wir erweitern die praktische Zusammenarbeit der drei Staaten im Kampf gegen die neuen Bedrohungen und Herausforderungen, vor allem gegen den internationalen Terrorismus, Drogenverkehr und andere Formen der organisierten Kriminalität", sagte Lawrow.

    Er betonte, dass die Chefs der Außenministerien der drei Länder darüber übereingekommen sind, den politischen Dialog durch die Anbahnung der Zusammenarbeit im Wirtschaftsbereich, „vor allem im Transportwesen, in der Energiewirtschaft, der Landwirtschaft und im Hochtechnologiebereich" zu ergänzen.

    Der russische Außenminister teilte mit, dass 2006 in New Delhi ein Treffen von Geschäftsleuten aus Russland, China und Indien abgehalten werden soll.

    Die drei Länder haben vor, darüber hinaus die Zusammenarbeit bei der Frühwarnung vor Naturkatastrophen und der Überwindung deren Folgen zu aktivieren.

    „Wir haben die Erfahrungen des Zusammenwirkens unserer Länder bei der Überwindung der Folgen der Tsunami in Asien eingeschätzt und sind darüber übereingekommen, die Zusammenarbeit bei der Festigung der bestehenden Mechanismen zur Warnung vor Naturkatastrophen und der Überwindung von deren Folgen zu aktivieren", sagte Lawrow.

    Der russische Außenminister teilte mit, dass in Russland Ende 2005 das russisch-indische Gipfeltreffen stattfinden soll.

    „Vor Jahresende soll auch eine Sitzung der russisch-indischen Kommission für Zusammenarbeit in Handel, Wirtschaft, Wissenschaft und Technik durchgeführt werden, es sollen auch noch der Indien-Besuch des russischen Premierministers und der Russland-Besuch des indischen Premierministers stattfinden", sagte er.

    „Vor Jahresende soll auch der Chef des Außenministeriums Indiens Russland besuchen, und dieser Besuch wird vor dem Beginn des Gipfeltreffens Russlands und Indiens, das für Ende dieses Jahres geplant ist, erfolgen", fügte der Minister hinzu.

    Im Rahmen eines Einzeltreffens tauschten die Chefs der Außenministerien Russlands und Chinas die Ratifizierungsurkunden zum russisch-chinesischen Zusatzgrenzabkommen aus, das sich auf den östlichen Grenzabschnitt bezieht.

    „Ich bin mit der zustande gekommenen Ratifizierung zufrieden. Wir haben mit meinem chinesischen Kollegen vereinbart, dass unsere Experten in der nächsten Zeit mit der Behandlung der Fragen der Wasserwirtschaft und Hydrologie beginnen werden", sagte Lawrow.

    Der Gegenstand des Zusatzabkommens sind zwei Grenzabschnitte - der Raum der Insel Bolschoi am Oberlauf des Argun und der Raum der Inseln Tarabarow und Bolschoi Ussurijski in der Nähe von Chabarowsk, die weniger als zwei Prozent der gesamten Länge der russisch-chinesischen Grenze, die 4 300 Kilometer beträgt, einnehmen.

    Die Grenzlinie wird nicht nur auf dem Wasserspiegel der Flüsse, sondern auch durch die Inseln verlaufen. Im Ergebnis werden mehr als 370 Quadratkilometer ungefähr gleich zwischen Russland und China aufgeteilt.

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