05:31 19 Januar 2017
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    Außenminister Lawrow: Russland, Indien und China werden ihre praktische Zusammenarbeit im Kampf gegen die neuen Bedrohungen ausbauen

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    WLADIWOSTOK, 03. Juni (RIA Nowosti). Russland, Indien und China werden ihre praktische Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der neuen Bedrohungen und Herausforderungen ausbauen. Das erklärte der Außenminister Russlands, Sergej Lawrow, nach dem gestrigen Treffen mit seinem indischen und seinem chinesischen Amtskollegen.

    „Wir bauen die praktische Zusammenarbeit der drei Staaten bei der Bekämpfung der neuen Bedrohungen und Herausforderungen, vor allem des internationalen Terrorismus, des Drogenverkehrs und sonstiger Formen des organisierten Verbrechens aus", sagte Lawrow.

    Er bemerkte, dass sich die Außenminister der drei Länder darüber verständigt haben, den politischen Dialog durch die Anbahnung der Zusammenarbeit im Wirtschaftsbereich, „vor allem im Verkehr, in Energiewirtschaft, Landwirtschaft und auf dem Gebiet der Hochtechnologien", zu ergänzen.

    Der russische Außenminister teilte ferner mit, dass 2006 in Neu Delhi ein Treffen von Unternehmern Russlands, Chinas und Indiens stattfinden soll.

    Die drei Länder wollen auch ihre Zusammenarbeit bei der Verhinderung von Naturkatastrophen und bei der Beseitigung ihrer Folgen intensivieren.

    „Wir haben die Erfahrungen beim Zusammenwirken unserer Länder zur Beseitigung der Folgen des letzten Tsunami in Asien ausgewertet und uns darüber geeinigt, die Zusammenarbeit zur Festigung der bestehenden Mechanismen zur Vorbeugung von Naturkatastrophen und zur Beseitigung ihrer Folgen zu intensivieren", sagte Lawrow.

    Der russische Außenamtschef informierte ferner, dass Ende 2005 in Russland ein russisch-indisches Gepfeltreffen stattfindet.

    „Bis Ende dieses Jahres sollen eine Sitzung der russisch-indischen Regierungskommission für handelpolitische, ökonomische und wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit sowie ein Besuch des russischen Premiers in Indien und ein Besuch des indischen Premiers in Russland stattfinden", sagte Lawrow.

    „Der Besuch des indischen Außenministers in Russlands soll bis zum Jahresende stattfinden, und zwar vor dem Beginn des Gipfeltreffens der Staatschefs von Russland und Indien, das für Ende dieses Jahres geplant ist", fügte der Minister hinzu.

    Bei einem gesonderten Gespräch haben die Außenminister Russlands und Chinas Ratifikationsurkunden zum Zusatzabkommen über den östlichen Teil der russisch-chinesischen Grenze ausgetauscht.

    „Ich bin damit zufrieden, dass die Ratifizierung zustande gekommen ist. Mein chinesischer Amtskollege und ich sind übereingekommen, dass unsere Experten demnächst an die Erörterung von Fragen der Wasserwirtschaft und der Hydrologie herangehen", sagte der russische Außenminister.

    Gegenstand des Zusatzabkommens sind zwei Abschnitte der Grenze - im Raum der Insel Bolschoi am Argun-Oberlauf und im Raum der Inseln Tarabarow und Bolschoi Ussurijski unweit von Chabarowsk -, die weniger als zwei Prozent der insgesamt 4 300 Kilometer langen russisch-chinesischen Grenze ausmachen.

    Die Grenzlinie wird nunmehr nicht nur auf der Wasseroberfläche der Flüsse, sondern auch quer über die Inseln verlaufen. Im Ergebnis wird die Gesamtfläche der beiden Gebiete (etwas mehr als 370 Quadratkilometer) unter Russland und China etwa zu gleichen Teilen aufgeteilt.