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    Putin empfängt neuen russischen Botschafter in Tadschikistan

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    NOWO-OGARJOWO, 03. Juni (RIA Nowosti). Die Beziehungen zwischen Russland und Tadschikistan erfordern von den Diplomaten ein feines, sachkundiges und ausgewogenes Herangehen, sagte Russlands Präsident, Wladimir Putin, am Freitag, als er in seiner Auslandsresidenz bei Moskau den neuen russischen Botschafter in Tadschikistan, Ramasan Abdulatipow (59), empfing.

    „Die gesamte Zusammenarbeit zwischen Russland und Tadschikistan erfordert ein feines, sachkundiges und ausgewogenes Herangehen, das auf eine allseitige Entfaltung der Beziehungen mit Tadschikistan sowohl auf bilateraler Ebene als auch im Rahmen der GUS, der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft (Russland, Weißrussland, Kasachstan, Kirgisien, Tadschikistan), der Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit (Russland, China, Kasachstan, Kirgisien, Tadschikistan und Usbekistan) und anderer internationaler Organisationen abzielt", erklärte Putin.

    „Ich hoffe sehr, dass sich die russische Botschaft unter Ihrer Führung aktiv in diese Arbeit einschaltet", sagte der Präsident zu Abdulatipow.

    Das Verhältnis mit Tadschikistan sei eine sehr wichtige Richtung der Arbeit in Zentralasien und in der GUS insgesamt, betonte Putin. „Aus mehreren Gründen ist Tadschikistan für uns ein vorrangiger Partner".

    „Eine der wichtigsten Richtungen unserer Zusammenarbeit mit Tadschikistan ist der militärpolitische Bereich. Wir haben in Tadschikistan eine Militärbase, die sich aktiv entwickelt", sagte der russische Präsident (gebildet auf der Grundlage der ehemaligen 201. mot. Schützendivision Russlands in Tadschikistan).

    Putin hob die Notwendigkeit hervor, Tadschikistan bei der Verstärkung seiner Grenze mit Afghanistan zu helfen. „Es liegt vor allem in unserem Interesse", äußerte er.

    „Jetzt überlassen wir die Staatsgrenze zwischen Tadschikistan und Afghanistan unseren tadschikischen Freunden", erinnerte Putin. „Ich brauche nicht zu erklären, wie wichtig diese Richtung für uns ist". (Laut einem russisch-tadschikischen Regierungsabkommen sollen die Funktionen zum Schutz der tadschikisch-afghanischen Grenze, die bis jetzt von russischen Grenzern bewacht wurde, noch in diesem Jahr an den tadschikischen Grenzschutz übergehen).

    „Bekanntlich werden über die tadschikisch-afghanische Grenze massiv Drogen geschmuggelt, die dann nach Russland und weiter nach Westeuropa fließen", sagte Putin.

    Zwischen Russland und Tadschikistan besteht eine Reihe von Vereinbarungen über die Zusammenarbeit in allen diesen Bereichen, wobei die Verträge im Wirtschaftsbereich ein Volumen von mehreren Milliarden Dollar haben.

    „Es handelt sich sowohl um private als auch um staatliche Investitionen", sagte Putin. „Hier rückt die Zusammenarbeit in den Bereichen Energiewirtschaft, Metallurgie, Landwirtschaft und in einigen Industriezweigen in den Vordergrund", führte der Präsident aus.

    Ramasan Abdulatipow, ein in Dagestan geborener Aware, war bis zuletzt Ratsvorsitzender der Gesellschaftlichen Organisation „Versammlung der Völker Russlands". Davor war er als Chef des Nationalitätenausschusses des Obersten Sowjets der Russischen Sozialistischen Sowjetrepublik (1990-1993), als stellvertretender Vorsitzender des Föderationsrats (1993-1995), als Duma-Abgeordneter (1995-1997) und als Vizepremier (1997-1998) tätig gewesen.

    Im März 2005 wurde Abdulatipow zum Botschafter in Turkmenien ernannt. Aber der turkmenische Präsident, Saparmurat Nijasow, lehnte seine Kandidatur ab und bat, statt Abdulatipow einen professionellen Diplomaten zu ernennen.

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