13:07 26 September 2017
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    Fradkow: Russland und Georgien müssten mehr Vertrauen zueinander haben

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    TIFLIS, 3. Juni (RIA Nowosti). Russland und Georgien sollten einander mehr vertrauen, meint der russische Ministerpräsident, Michail Fradkow.

    „Ich möchte, dass wir künftig weniger Schwierigkeiten und mehr Vertrauen zueinander haben", sagte Fradkow auf einem Briefing, das er gemeinsam mit dem georgischen Präsidenten, Michail Saakaschwili, abhielt.

    Er gab zu, dass der russisch-georgische Dialog über die territoriale Integrität Georgiens zwar problembehaftet sei, aber in dieser Frage die Zeit die Dinge richte.

    Laut Fradkow stellt die Verlegung der russischen Militärbasen von Georgien nach Armenien keine Gefahr für Aserbaidschan dar. „Wir ziehen die Stützpunkte entsprechend dem Plan ab und präzisieren inzwischen die Details", sagte Fradkow und warnte, diesbezüglich gegenseitige Ängste zu schüren.

    Der georgische Präsident sprach vom neuen Atem im Verhältnis zu Russland. „Unser Gespräch verläuft nun viel leichter, nachdem die Frage der russischen Militärbasen gelöst worden ist. Sie waren für uns ein Hindernis auf dem Weg zu neuen Beziehungen", sagte Saakaschwili.

    Zur Zeit gebe es nichts mehr, was Russland und Georgien trenne, und man sollte das Erbe der Vergangenheit abschütteln, meinte der georgische Präsident.

    Seinen Worten nach war er bereit gewesen, im Mai zu den Siegesfestlichkeiten nach Moskau zu fliegen, „aber der propagandistische Lärm rund um die Militärbasen machte die Reise unmöglich", begründete Saakaschwili seine Absage.

    „Nun bin ich bereit, nicht nur selber nach Moskau zu fahren, sondern auch Präsident Wladimir Putin nach Georgien einzuladen", erklärte er.

    „Ich würde Wladimir Putin gerne die Weinberge von Kachetien zeigen und ihn mit dem echten kachetischen Wein bewirten", sagte der georgische Präsident.

    Er hoffe, dass im Rahmen eines Besuchs Wladimir Putins Russland und Georgien einen Rahmenvertrag über Zusammenarbeit unterzeichnen.

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