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    Ukrainische Ministerpräsidentin möglicherweise im Sommer zu Besuch in Moskau

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    TIFLIS, 3. Juni (RIA Nowosti). Die ukrainische Ministerpräsidentin, Julia Timoschenko, kommt möglicherweise in diesem Sommer zu einem Besuch nach Moskau. „Ich schließe nicht aus, dass mein Besuch in Russland in diesem Sommer stattfindet", sagte Timoschenko am Freitag nach Verhandlungen mit ihrem russischen Amtskollegen, Michail Fradkow, in der georgischen Hauptstadt Tiflis. Fradkow erklärte sich seinerseits bereit, Timoschenko in Moskau zu empfangen.

    „Heute hatten wir nur ein kurzes Treffen. Deshalb planen wir ein umfassenderes Treffen in Moskau. Ich habe Julia Timoschenko nach Russland eingeladen", teilte Fradkow mit. Die zuständigen Ämter seien angewiesen worden, den Besuch vorzubereiten.

    Fradkow ging davon aus, dass das bevorstehende Treffen mit der ukrainischen Ministerpräsidentin angespannt sein wird. Die Seiten müssten Ressourcen finden, um die bilateralen Beziehungen zu fördern und sie für den Ausbau der Kontakte zu nutzen.

    Timoschenko nahm Fradkows Einladung ein. „Während dieses Besuchs werden alle Fragen der Zusammenarbeit erörtert, darunter auch Problemfragen", sagte sie.

    Timoschenko versicherte, dass das russische Privateigentum in der Ukraine durch nichts gefährdet sei. „Wir haben keine Pläne, russisches Privateigentum in der Ukraine zunichte zu machen", sagte sie.

    Zuvor hatte Timoschenko ihren zum 15.-17. April dieses Jahres geplanten offiziellen Besuch nach Moskau abgesagt. Das offizielle Kiew begründete die Entscheidung damit, dass Timoschenko zu Beginn der Frühjahrsbestellung in der Ukraine bleiben solle. Dagegen sind Analysten der Ansicht, dass hinter der Entscheidung Timoschenkos Äußerungen des russischen Generalstaatsanwalts, Wladimir Ustinow, gestanden haben, dass das von der Hauptmilitärstaatsanwaltschaft gegen Timoschenko eingeleitete Strafverfahren weiterhin in Kraft bleibe. „Hierbei hat sich nichts geändert, weil Russland ein Sachschaden in Höhe von mehr als 100 Millionen Dollar zugefügt wurde", erklärte Ustinow damals. Was die Ankunft der ukrainischen Ministerpräsidentin betreffe, finde sie gemäß dem Protokoll und den völkerrechtlichen Normen statt, fügte der Generalstaatsanwalt hinzu.

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