23:55 16 Oktober 2017
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    Sonderbotschafter Sawolski: Verbesserung der Beziehungen zwischen Russland und Moldawien hängt von der Haltung der moldawischen Seite ab

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    MOSKAU, 03. Juni /RIA Nowosti/. Die Verbesserung der Beziehungen zwischen Russland und Moldawien hängt von der Haltung der moldawischen Seite ab. Das erklärte Igor Sawolski, Sonderbotschafter des Außenministeriums Russlands, am Freitag beim Treffen mit moldawischen Journalisten in Moskau.

    Das Verbot für die Einfuhr von moldawischem Fleisch und anderen Agrarerzeugnissen nach Russland kommentierte der Diplomat dahin gehend, dass es „kein Verbot, sondern ein Vorschlag zu Konsultationen sei". „Im Außenhandel gelten bestimmte Regeln, wenn sie verletzt werden, wie es mit den Fleischlieferungen der Fall gewesen ist, so droht das mit einem Schaden für uns. In diesem Zusammenhang haben wir Moldawien aufgefordert, zur Erfüllung der Regeln zurück zu kehren, die sowohl auf der multilateralen als auch auf der bilateralen Ebene festgelegt worden sind", sagte Sawolski.

    „Wir nehmen die Präferenzen nicht zurück. Das ist lediglich die übliche Arbeit jener, die darauf achten, dass über kein Teilnehmerland der GUS, mit dem wir zollfreien Handel betreiben, Waren von Drittländern, die einfuhrzollpflichtig sind, zu uns gelangen", betonte der Diplomat.

    Auf die Frage der Wirtschaftssanktionen Moldawiens gegen das aufrührerische Trasnistrien vermerkte Sawolski, dass diese Sanktionen den seit vielen Jahren anhaltenden Konflikt lediglich erschweren.

    „Solche Methoden bewirken eine Erhärtung der Position der gegenüber stehenden Seite. Es wird keinen Effekt, sondern hingegen ein noch festeres Gefühl einer belagerten Festung geben", sagte er.

    Der Sonderbotschafter des Außenministeriums Russlands teilte mit, dass in Transnistrien mehr als 600 000 Menschen leben, und dass die Sanktionen „die einfachen Menschen, nicht aber die Führung treffen werden". „Nahezu ein Drittel dieser Menschen sind unsere Landsleute", betonte er.

    Sawolski zufolge verfügt Transnistrien über eine ausreichend entwickelte Industrie und russische Unternehmen unterhalten aktive Beziehungen zu dieser Region. „Hierbei bestehen Befürchtungen hinsichtlich eines unmittelbaren Schadens für unsere Unternehmen. Wir halten diese Sanktionen für falsch und kontraproduktiv und wir werden mit der Regierung Moldawiens darauf hin arbeiten, dass unsere Unternehmen durch diese Sanktionen keinen Schaden erleiden", unterstrich Sawolski.