09:36 23 Januar 2017
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    Sachalin empfängt Seismologen aus aller Welt

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    JUSCHNO-SACHALINSK, 6. Juni (RIA Nowosti). Ein internationales Seismologie-Symposium begann am Montag auf Sachalin, wurde bei der Verwaltung Information der Inseladministration mitgeteilt.

    Das Symposium tagt zehn Jahre nach dem verheerenden Erdbeben am 28. Mai 1995 im Norden Sachalins in der Erdölarbeitersiedlung Neftegorsk, das 2000 Opfer forderte.

    Veranstalter des Forums sind das Institut für maritime Geologie und Geophysik der Fernöstlichen Abteilung der Russischen Akademie der Wissenschaften (RAdW), die Filiale des geophysikalischen Dienstes der RAdW auf Sachalin und die Moskauer staatlichen Lomonossow-Universität.

    Indessen findet das Forum in einer Situation statt, da die Mitarbeiter der Erdbebenwarten von Sachalin und der Kurilen (neben Sachalin gehören auch die Kurilen dem Gebiet Sachalin an) jeden Augenblick in einen Streik treten können, weil sie schon seit zwei Monaten keine Entlohnung bekommen.

    "Für die dreimonatigen Rückstände bei der Finanzierung wurden Telefone, die elektronische Post und das Internet abgeschaltet, wodurch es unmöglich ist, sich operativ mit Erdbebenwarten in Verbindung zu setzen und Tsunamis zu prognostizieren", wurde bei der Filiale des geophysikalischen Dienstes der RAdW gesagt.

    (1995 war ein Rekordjahr der seismischen Aktivität im Stillen Ozean. Das Erdbeben in der japanischen Stadt Kobe im Winter 1995 raffte die Leben von 5300 Menschen dahin.

    Russische Seismologen erwarteten Erdstöße auch im Fernen Osten, auf der Halbinsel Kamtschatka. Auf das Erdbeben in Neftegorsk war niemand gefasst. Zum Teil auch deshalb, weil der Norden von Sachalin traditionell als Zone einer geringeren seismischen Aktivität als der südliche Teil der Insel oder die Kurilen galt. Auch ein engmaschiges Netz der Erdbebenwarten auf Sachalin, die in den sowjetischen Zeiten gebaut worden waren, zerfiel praktisch bis 1995).

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