05:29 23 Januar 2017
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    FSB-Direktor inspiziert Sachalin

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    JUSCHNO-SACHALINSK, 06. Juni (RIA Nowosti). Der Direktor des Föderalen Sicherheitsdienstes Russlands (FSB), Nikolai Patruschew, besprach während seiner Sachalin-Reise mit Behörden dieser Insel Fragen der Grenzsicherung und des Schutzes der biologischen Wasserressourcen.

    "Im Ergebnis seines fünftägigen Aufenthalts im Gebiet Sachalin wurde eine Vereinbarung mit Behörden der Insel über das Zusammenwirken beim Schutz der biologischen Wasserressourcen und bei der Sicherung der Staatsgrenze erzielt", teilte der Pressedienst der Gebietsadministration am Montag mit.

    Patruschew kontrolliert auf Sachalin die Grenztruppenteile und die FSB-Gebietsverwaltung. Am Wochenende besuchte er die Insel Moneron, die im Tatarensund zwischen dem Südende von Sachalin und dem Festland liegt.

    Die Insel ist ein Naturschutzpark, und der Zugang zu ihr ist beschränkt. Auf Moneron befinden sich eine Wetterwarte und ein Leuchtturm der Pazifikflotte. "Auf der Insel werden Grenzer mit Hilfe der Gebietsadministration eine orthodoxe Kapelle bauen", teilte der Gesprächspartner der Agentur mit.

    Der FSB-Direktor besuchte auch die Südkurilen. Von der Gebietsadministration wurde mitgeteilt, dass auf der Tanfiljew-Insel der Kleinkurilen, in der Nähe eines, nach Japan gerichteten orthodoxen Kreuzes eine weitere Kapelle gebaut wird. "Ihre Kuppel wird von der nördlichen japanischen Insel Hokkaido her gut zu sehen sein", sagte ein Vertreter der Administration.

    Ihm zufolge besuchte Patruschew die Marinebrigade der Küstenschutzschiffe auf Shikotan, die Grenzbereitschaft Südkurilen der Grenzverwaltung von Sachalin und besichtigte aus der Luft die Staatsgrenze mit Japan.

    Der FSB-Direktor verlässt am Montagabend das Gebiet Sachalin.

    Japan beansprucht vier Inseln der Kleinkurilen: Iturup, Kunaschir, Shikotan und Habomai (in Wirklichkeit ein winziger Archipel), die zur UdSSR im Ergebnis der Niederlage Japans im Zweiten Weltkrieg übergegangen sind. Das Problem von "nördlichen Territorien", wie man in Japan die eingebüssten Inseln nennt, ist der Stein des Anstoßes auf dem Wege zum Abschluss eines Friedensvertrages. Während seines jüngsten Japan-Besuches, bei dem es um die Vorbereitung des Besuches des Präsidenten Putin ging, erklärte der Außenminister Russlands, Sergej Lawrow, dass Moskau und Tokio "diametral entgegengesetzte Ansichten über dieses Problem haben", obwohl Moskau zugibt, dass ein solches Problem in den bilateralen Beziehungen besteht.