Radio
    Politik

    Der Präsident von Tschetschenien über die Lage in der Republik

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 0 0 0
    MOSKAU, 06. Juni (RIA Nowosti). In Tschetschenien gibt es zum gegenwärtigen Zeitpunkt über 322 000 Arbeitslose. In den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres wurden in der nordkaukasischen Republik 23 Menschen entführt. Diese Angaben machte der Präsident Tschetscheniens, Alu Alchanow, auf seiner heutigen Pressekonferenz in Moskau.

    „Zum heutigen Tag haben wir in Tschetschenien 322 563 Arbeitslose, doch die Zahl geht unaufhaltsam nach Unten", sagte der Präsident.

    „Innerhalb von fünf Monaten wurden 58 Anzeigen im Zusammenhang mit Entführungen von Personen eingereicht. Als wir jedoch anfingen, die Dinge genauer zu betrachten, blieben faktisch nur 23 übrig", sagte Alchanow.

    Er sprach davon, dass die Kriminalität in diesem Bereich um eine Größenordnung zurückgegangen ist. So gab es im Vergleichszeitraum des Vorjahres 168 derartiger Fälle.

    „Außerdem, so sagte der Präsident, verringerte sich die Zahl der Fälle, wo Personen verschwinden und sich bei der Überprüfung ergibt, dass Vertreter der föderalen Kräfte damit zu tun haben. „Der prozentuale Anteil der föderalen Kräfte an derartigen Vorkommnissen beträgt etwa 5 - 10 Prozent. Im Verlauf von Überprüfungen stellt sich häufig heraus, dass die Leute nicht entführt, sondern durch die Rechtsschutzorgane unter dem Verdacht einer Verwicklung in die Tätigkeit der Banditengruppen in Haft genommen wurden", stellte Alu Alchanow fest.

    Er führte aus, dass die Banditengruppen an einer Destabilisierung der Lage in der Republik interessiert sind, wobei sie alle Mittel gutheißen, darunter auch die Entführung von Menschen.

    In diesem Zusammenhang unterstrich Alchanow, dass die Führung Tschetscheniens an der Aufdeckung der Verbrechen im Zusammenhang mit Entführungen interessiert ist, darunter auch durch die Einbeziehung von gesellschaftlichen und Menschenrechtsorganisationen in die Ermittlungen. „Wir verschließen uns absolut nicht, und ich bin bereit, jede beliebige Frage zu behandeln. Und je mehr Menschenrechtsorganisationen in die Untersuchungen einbezogen werden, desto besser werden wir die Fragen lösen. Die Entführung von Menschen ist die schändlichste Erscheinung des 21. Jahrhunderts", sagte Alu Alchanow.

    Auf die wirtschaftliche Lage in der Republik insgesamt eingehend, stellte Alchanow fest, „wir haben keine schlechten Ergebnisse bei der Mobilisierung von Investitionen".

    „Insgesamt bleibt uns in Tschetschenien noch viel zu tun, doch bei allen Schwierigkeiten schreitet die Republik auf dem Weg von Frieden und Stabilität voran", unterstrich Alu Alchanow.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren