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    Verteidigungsminister stellt wesentlichen Rückgang der Zahl der Verbrechen in den Truppen fest

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    ST. PETERSBURG, 06. Juni (RIA Nowosti). Der Verteidigungsminister Russlands, Sergej Iwanow, hat am Montag auf einer Pressekonferenz auf einen wesentlichen Rückgang der Zahl der Verbrechen und sonstigen Vorkommnisse in den Streitkräften Russlands verwiesen.

    Laut dem Minister hat das Verteidigungsministerium 2004 eine merkliche Reduzierung der Zahl der schweren und besonders schweren Verbrechen, so der Erschießung von Wachsoldaten, der vorsätzlichen Morde, des eigenmächtigen Verlassens des Standortes durch Gruppen von Soldaten, sowie der Entwendung von Munition und Sprengstoffen wie auch der in betrunkenem Zustand verübten Taten, registriert.

    Iwanow führte weiter aus, dass auch die Zahl von Katastrophen und Havarien zurückgegangen ist. Diese positive Tendenz sei auch im Jahr 2005 erhalten geblieben. Im Allgemeinen hat sich die Zahl der Vorkommnisse in den Streitkräften seit Jahresbeginn nahezu um ein Drittel verringert (in den ersten vier Monaten 2004 wurden 111 Vorkommnisse und im gleichen Zeitraum dieses Jahres 81 solche Fälle registriert).

    Der Minister stellte ferner fest, dass die Zahl der Verbrechen, die die Verletzung der Dienstvorschriften unter den Militärangehörigen betreffen, fast um 16 Prozent und die Zahl der Fälle von Überschreitungen der Dienstbefugnisse um 5,2 Prozent zurückgegangen ist (2004 waren es 633 und in diesem Jahr 600 Fälle).

    Laut Iwanow hat sich die Zahl der Verbrechen, die mit dem Verkauf, der Lagerung und dem Konsum von Narkotika verbunden sind, fast um die Hälfte (45,9 Prozent) verringert (61 Fälle im Jahr 2004 und 33 Fälle 2005).

    „Die Zahl der Fälle des Todes von Militärangehörigen infolge von Verbrechen und Vorkommnissen geht seit 2001 unentwegt zurück. Diese Kennziffer hat sich in diesem Zeitraum fast um ein Drittel je 1 000 Mann verringert", sagte Iwanow.

    Wie der Minister weiter bemerkte, hat sich die Zahl der Todesfälle unter den Militärangehörigen 2005 gegenüber dem gleichen Zeitraum 2004 um 22 Prozent verringert.

    „Der heutige Kriminalitätsstand in den Truppen ist um die Hälfte niedriger, als im Landesdurchschnitt, und sinkt immer weiter. Doch der Kriminalitätsstand insgesamt ist unzulässig hoch, das Verteidigungsministerium wird demnächst eine Sonderberatung zu dieser Frage unter Beteiligung der gesamten Leitung abhalten", sagte der Verteidigungsminister.

    Iwanow ist ferner über die hohe Zahl der Fälle von Diebstahl in den Streitkräften besorgt.

    „Die Situation hier, vor allem in Bezug auf Flugzeugkerosin, ist sehr besorgniserregend", sagte der Minister.

    Laut Iwanow wurde im Jahr 2004 in den Streitkräften der Diebstahl von insgesamt 9 250 Tonnen Flugzeugkersoin aufgedeckt.

    „Das sind 61 Prozent des Jahresverbrauchs von Flugzeugkerosin durch ein Fliegergeschwader", sagte er.

    Zugleich sei bei derartigen Rechtsverletzungen eine fallende Tendenz deutlich sichtbar, so der Verteidigungsminister.

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