20:13 24 Januar 2017
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    Präsident Russlands und Sultan Bruneis behandeln in Moskau militärtechnische und wirtschaftliche Zusammenarbeit

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    MOSKAU, 07. Juni (RIA Nowosti). Russlands Präsident Wladimir Putin trifft sich am Dienstag im Kreml mit dem Sultan Bruneis, Hassanal Bolkiah, zu Verhandlungen. Das Oberhaupt des Staates Brunei Darussalam - so heißt das kleine Sultanat in Südostasien, im Norden der Insel Kalimantan - kam am Vortag zum ersten offiziellen Besuch nach Moskau. Das erste Treffen Putins mit Bolkiah fand im November 2000 in Bandar Seri-Begawan, der Hauptstadt Bruneis, im Rahmen des APEC-Gipfels statt.

    Wie im Kreml mitgeteilt wurde, "werden die Staatschefs auf den Verhandlungen über eine aktivere Nutzung des Potentials der wirtschaftlichen, militärtechnischen, wissenschaftlich-technischen, humanitären und Investitionszusammenarbeit sowie eine notwendige vertragsrechtliche Basis sprechen".

    Geplant ist - entsprechend den Ergebnissen der Verhandlungen - eine gemeinsame Erklärung, in der die aussichtsreichen Richtungen des Zusammenwirkens auf diesen Gebieten fixiert werden.

    "Konkret geht es um die Zusammenarbeit in der Erdöl- und Erdgasbranche, in den Holz- und holzverarbeitenden Industriezweigen, im Hüttenwesen, in Hochtechnologien, im Agrar-Industrie-Komplex, der Medizin und im Bereich von Biotechnologien", präzisierte der Gesprächspartner der Agentur.

    Außerdem werden Putin und Bolkiah ein aktiveres Zusammenwirken in internationalen Angelegenheiten behandeln.

    "Zum Ausbau der Zusammenarbeit trägt die Nähe im Herangehen der Seiten an die Schaffung eines neuen Systems der Weltordnung bei, das die Stabilität und Sicherheit auf globaler und regionaler Ebene gewährleisten würde", betonte er.

    Ihm zufolge seien Russland und Brunei einer Meinung über die Notwendigkeit der Verstärkung der zentralen Koordinierungsrolle der UNO und des Sicherheitsrates in Fragen der Aufrechterhaltung des Friedens, bei der Einsicht in die Wichtigkeit der strikten Einhaltung und der exakten Erfüllung der Verpflichtungen zur Abrüstung, über die Notwendigkeit der Vereinigung der Anstrengungen der Weltgemeinschaft im Kampf gegen neue Herausforderungen und Gefahren, in erster Linie gegen den internationalen Terrorismus.

    "Russland und Brunei sind bereit, die Zusammenarbeit im Rahmen multilateraler regionaler Strukturen, solcher wie APEC-Forum, regionales ASEAN-Forum, sowie im Kontext des Zusammenwirkens Russlands mit der Organisation der Islamischen Konferenz anzubahnen", wurde im Kreml betont.

    Wie der offizielle Vertreter des russischen Außenministeriums, Alexander Jakowenko, mitteilte, entspreche die Entwicklung der Beziehungen mit Brunei den Interessen der russischen Außenpolitik in Asien und habe günstige Perspektiven.

    "Seit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen (weniger als 15 Jahre) entstanden freundschaftliche Beziehungen zwischen unseren Ländern. Im Rahmen regelmäßiger Konsultationen wird ein politischer Dialog auf der Ebene der außenpolitischen Ämter geführt. Die Seiten wirken in der Asiatisch-Pazifischen Region und in der internationalen Arena im Ganzen zusammen", betonte der Diplomat.

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