16:04 19 Januar 2017
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    Fernsehsender Russia Today wird vermutlich ohne Werbung auskommen

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    MOSKAU, 07. Juni (RIA Nowosti). Der von RIA Nowosti zu gründende englischsprachige Fernsehsender Russia Today werde vermutlich auf Werbesendungen verzichten, teilte die Generaldirektorin von RIA Nowosti, Swetlana Mironjuk, mit.

    Sie bezog sich auf die Erfahrungen weltweit bekannter Fernsehsender, welche Werbung eine Absage erteilt haben, weil das nach Meinung ihrer Gründer dem öffentlichen Ansehen des Projekts förderlich ist.

    "Wir sind daran interessiert, dass der neue Sender einen öffentlichen Status genießt, der auch in irgendeiner Weise durch die Öffentlichkeit gelenkt wird", sagte Mironjuk.

    Sie stellte fest, dass gegenwärtig herausragende Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und Künstler konsultiert werden, um ihr Einverständnis zu erhalten, im gesellschaftlichen Beirat mitzuwirken.

    Die Generaldirektorin von RIA Nowosti teilte ferner mit, dass auch mit den Agenturen ITAR-TASS und Interfax über eine Mitwirkung am Projekt gesprochen wird.

    Ihrerseits erklärte die Projektleiterin, Margarita Simonjan, dass sie auf die Unterstützung durch die staatliche Fernseh- und Rundfunkholding WGTRK und andere russische Fernsehsender setzt.

    Ihr zufolge nimmt der Kanal den Sendebetrieb gegen Jahresende auf. Er wird über vier Korrespondentenbüros verfügen, und zwar in Brüssel, Washington, London und Jerusalem. Zudem wird ein Netz von freien Mitarbeitern geschaffen.

    Russia Today wird Bildmaterialien von den in der Welt führenden Fernsehsendern beziehen.

    Der Leiter der Föderalen Agentur für Presse und Massenkommunikation, Michail Seslawinski, sagte am Dienstag aus Anlass der Präsentation des neuen Fernsehsenders bei RIA Nowosti, Russia Today werde als unabhängige und selbständige Gesellschaft arbeiten.

    Ihm zufolge seien die Präsidentenadministration und die Regierung von der Gründung des neuen Fernsehsenders informiert.

    "Doch dass sie sich nicht mit Redaktionsarbeiten befassen werden, das ist offensichtlich", sagte Seslawinski.

    Er führte außerdem aus, dass der neue Fernsehsender in gewisser Weise mit den Nachrichtensendern aus dem Westen konkurrieren werde.

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