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    Finnischer Premier besucht Moskau

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    MOSKAU, 07. Juni (RIA Nowosti). Die Vertiefung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit sei eine Priorität der russisch-finnischen Beziehungen. Das erklärte der offizielle Vertreter des russischen Außenministeriums, Alexander Jakowenko, im Zusammenhang mit dem am Dienstag bevorstehenden Moskau-Besuch des Premierministers Finnlands, Matti Vanhanen.

    Jakowenko zufolge stehe Finnland unter den Haupthandelspartnern Russlands an achter Stelle, und Russland belegt im Außenhandel Finnlands den dritten Platz. Der bilaterale Außenhandelsumsatz erreichte 2004 ein neues Rekordniveau von 9,67 Milliarden Euro bei stabiler Wachstumstendenz und einem Aktivsaldo von 966 Millionen Euro für Russland (der Außenhandelsumsatz betrug 2003 7,83 Milliarden Euro und 2002 6,7 Milliarden Euro).

    Beim Dialog über die Wirtschaftsbeziehungen wird im Interesse einer Diversifikation nach neuen Gebieten und Formen der Zusammenarbeit gesucht. „Die Ausrichtung des russischen Exports auf Rohstoffe (über 80 Prozent) macht ihn übermäßig von der Weltwirtschaftskonjunktur abhängig und diktiert die Notwendigkeit der Einführung neuer Modelle der Zusammenarbeit", betonte der Diplomat.

    Nach Angaben des russischen Außenministeriums gehört Finnland nach dem Umfang der akkumulierten Investitionen (über 1 Milliarde US-Dollar) zu größten Investoren der russischen Wirtschaft. „Zugleich entspricht dieses Niveau nicht in vollem Maße dem Potential der russisch-finnischen Beziehungen", unterstrich Jakowenko.

    „Als eine Lokomotive der Zusammenarbeit" bezeichnete er das Zusammenwirken in der Holzbranche. Der Diplomat äußerte die Hoffnung, dass der Dialog beider Länder zu konkreten Schritten bei der Steigerung der Investitionsaktivität finnischer Partner im russischen Forstsektor und zur Schaffung von neuen Produktionsstätten mit einem hohen Veredelungsgrad führen werde.

    Wie Jakowenko sagte, werden auch Meinungen über die Promotion von großen Gemeinschaftsprojekten im Transportwesen, der Energetik und dem Naturschutzbereich ausgetauscht, komplizierte Momente auf dem Wege ihrer Umsetzung ermittelt, die strategischen Aufgaben und Perspektivrichtungen der gemeinsamen Arbeit vereinbart. „Die Seiten haben die Absicht, die praktischen Probleme, die bei einem so bedeutenden Maßstab im Zusammenwirken unweigerlich entstehen, traditionell konstruktiv zu lösen", unterstrich Jakowenko.

    Im Rahmen des Dialogs zur internationalen Thematik tauschen Moskau und Helsinki Meinungen über die Perspektiven der Realisierung der „Straßenkarten" für die Schaffung von gemeinsamen Räumen Russlands und der EU aus: des Wirtschaftsraumes; des Raumes der Freiheit, Sicherheit und Rechtsprechung; des Raumes der äußeren Sicherheit; des Raumes der Wissenschaft und Bildung, einschließlich der kulturellen Aspekte.

    „Der Dialog mit Helsinki zur Thematik der Russland-EU-Beziehungen ist im Vorfelde des EU-Vorsitzes Finnlands in der zweiten Hälfte 2006 besonders aktuell. Von besonderem Interesse sind die Ansichten Finnlands über die Zukunft der EU-Politik der ‚Nordischen Dimension', die die finnische Seite seinerzeit initiiert hatte", sagte der offizielle Vertreter des russischen Außenministeriums.

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