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    Ausstellung „Erdöl, Gas und Ölverarbeitung " in Aserbaidschan

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    BAKU, 07. Juni (RIA Nowosti). In der Hauptstadt Aserbaidschans wurde am Dienstag die 12. traditionelle Ausstellung „Der Kaspisee: Erdöl, Gas und Ölverarbeitung" eröffnet, teilt die Firma Kaspian Events mit, die zusammen mit der aserbaidschanischen Industrie- und Handelskammer Veranstalter ist.

    Dem Gesprächspartner von RIA Nowosti zufolge sind auf der Ausstellung mehr als 280 Unternehmen aus etwa 40 Ländern der Welt vertreten. Unter ihnen sind Conoco Phillips, Itochu, Lukoil, Transneft, Statoil, Total, Staatliche Erdölgesellschaft Aserbaidschans, Asneftchimmasch und Baku Steel Company. Die Ausstellung geht bis zum 10. Juni.

    Am zweiten Tag der Ausstellung, am 8. Juni, tagt die traditionelle Konferenz zu Fragen von Erdöl und -gas. Sie ist den Problemen der Förderung und Lieferung der Energierohstoffe aus der Kaspischen Region gewidmet. Es werden etwa 300 Teilnehmer erwartet.

    Die Themen der Konferenz lauten „Die strategische Entwicklung der Erdöl- und Gasressourcen des Kaspisees". „Erschließung der Lagerstätten am Kaspisee und die Förderung" und „Regionale Investitionen und stabile Entwicklung".

    Es ist geplant, dass Vertreter der Staatlichen Erdölgesellschaft Aserbaidschans, der Georgischen Nationalen Erdölkorporation, der Nationalen Iranischen Gaskorporation, des iranischen Außenministeriums, der Europäischen Bank für Rekonstruktion und Entwicklung, des türkischen Unternehmens BOTAS und der Staatsduma Russlands das Wort ergreifen.

    Es sind Referate zum Transport von Erdöl und Erdgas aus der Region vorbereitet und das Projekt der Pipeline Baku - Tiflis - Ceyhan wird präsentiert.

    Am zweiten Konferenztag, am 9. Juni, wollen die regionalen Subunternehmer eine Präsentation zum Thema „Dienstleistungssphäre im Kaspisee" veranstalten. Erörtert werden ferner Fragen der „Gesellschaftlichen Verantwortung der Wirtschaft".

    Die Pipeline Baku - Tiflis - Ceyhan ist gegenwärtig das bedeutendste und aufwendigste Vorhaben der Erdölwirtschaft in der ganzen Welt. Sie kostet 3,6 Milliarden US-Dollar, von denen das Konsortium BTC 1,3 Milliarden US-Dollar aufbringt. Die Restsumme basiert auf Fremdkapital, insbesondere aus Mitteln der Weltbank und der Europäischen Bank für Rekonstruktion und Entwicklung.

    Die potentielle Auslastungskapazität beläuft sich auf 1 Million Barrel Erdöl täglich, die von der aserbaidschanischen Küste aus zum türkischen Hafen Ceyhan am Mittelmeer gepumpt werden. Die Pipeline mit einer Gesamtlänge von 1.767 Kilometer verläuft 443 Kilometer über das Territorium Aserbaidschans, 248 Kilometer über das Territorium Georgiens und 1.076 Kilometer über türkisches Gebiet.

    Die BTS eröffnet dem kaspischen Erdöl nicht den Weg zum Schwarzen Meer, wie es die in der Region schon bestehenden Pipelines tun (Baku - Noworossijsk, Baku - Supsa, System des Kaspischen Pipeline Konsortiums), sondern verläuft unter Umgehung des Bosporus und der Dardanellen auf dem Landweg direkt zum Mittelmeer.

    Offizielle Angaben über die Gesamtvorkommen an Erdöl an den Küsten Aserbaidschans, Kasachstans, Turkmeniens und Irans liegen nicht vor. Die Schätzungen gehen indessen weit auseinander: 4 bis 30 Milliarden Tonnen Einheitsbrennstoff. Die Erdölreserven Aserbaidschans werden auf ungefähr 10 Milliarden Tonnen veranschlagt.

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