13:53 16 Januar 2017
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    Experte: Georgien provoziert Abchasien zur Aufnahme russischer Militärstützpunkte

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    MOSKAU, 08. Juni (RIA Nowosti). Die Situation in der kaukasischen Region ist so, dass Russland dort bedeutende einsatzbereite Militäreinheiten haben muss. Mit seinen nachdrücklichen Forderungen, die russischen Militärstützpunkte vom georgischen Territorium abzuziehen, provoziert Tiflis eine Umwandlung Abchasiens (nicht anerkannte Republik auf dem Territorium Georgiens) in eine militarisierte russische Zone. Diese Meinung äußerte Achmed Bilalow, erster Vizevorsitzender des Staatsduma-Ausschusses für Angelegenheiten der GUS und Beziehungen mit Landsleuten, am Mittwoch in der "Nesawissimaja Gaseta".

    In den letzten Monaten gaben georgische Spitzenpolitiker Erklärungen ab, wonach weitere Friedensverhandlungen mit Suchumi nicht möglich seien. In Abchasien wurden diese Worte als ein Signal zum Beginn der Vorbereitung auf einen neuen Krieg aufgenommen. "In diesem Zusammenhang wirkt die Bereitschaft von Abchasiens Präsident Sergej Bagapsch absolut begründet, jene russischen Militäreinheiten auf seinem Territorium aufzunehmen, die aus Batumi und Achalkalaki abgezogen werden", hieß es.

    In dieser Situation entstehen für Moskau Möglichkeiten zum Feilschen. "Russland könnte Bagapschs Einladung nicht annehmen, zumindest solange, wie Tiflis die russische Bitte berücksichtigt und keine Militärstützpunkte dritter Länder auf dem Territorium Georgiens zulässt", sagte Bilalow.

    Der Versuch, das Problem radikal zu lösen und Abchasien an Russland anzuschließen, könnte zu einer außerordentlichen Zuspitzung der Beziehungen Moskaus nicht nur mit Georgien, sondern auch mit einem Teil der internationalen Völkergemeinschaft führen, so der Experte. Sollte aber die georgische Seite keine Absicht bekunden, das Abchasien-Problem positiv zu lösen, so ließen sich verschiedene Varianten "asymmetrischer" Antworten finden. "So könnte Abchasien ein Teil Weißrusslands werden", meinte Bilalow. "Dazu wäre es ausreichend, ein Referendum in beiden Republiken abzuhalten. Weißrussland ist aber bekanntlich durch einen Unionsvertrag mit Russland vereint. So würden sich die in Abchasien lebenden russischen Bürger geschützt fühlen, während Moskau neue Vorwürfe vermeiden könnte, es zeige wieder seine imperialen Ambitionen."

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