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    Usbekistans Botschafter: Ereignisse in Andischan wirkten sich nicht auf das Investitionsklima in der Republik aus

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    MOSKAU, 08. Juni (RIA Nowosti). Die Ereignisse in Andischan haben sich nicht auf die Geschäftsaktivität und das Investitionsklima in Usbekistan ausgewirkt. Darauf verwies der Botschafter dieser Republik in Russland, Bachtijer Islamow, am Mittwoch in einer Sitzung der Geschäftsräte Russlands und Usbekistans.

    Laut dem Diplomaten hat sich dieser Umstand beim jüngsten Besuch von Präsident Islam Karimow in China bestätigt, wo eine Reihe von Dokumenten, vor allem mit ökonomischem Charakter, unterzeichnet wurde.

    „Es wurde wiederholt bestätigt, dass die Investoren wirtschaftlich und politisch dazu bereit sind, mit Usbekistan zusammenzuarbeiten", sagte der Botschafter.

    Ihm zufolge beläuft sich der Gesamtwert der Verträge über Projekte auf mehr als 600 Millionen US-Dollar.

    Islamow äußerte die Hoffnung, dass das Andischan-Problem in nächster Zeit geklärt wird, denn die Situation in Usbekistan stehe weitgehend unter Kontrolle.

    „Ich hoffe, dass die Zusammenarbeit mit Russland und den anderen Ländern nicht eingestellt, sondern im Gegenteil aktiver wird", betonte der Diplomat.

    Er informierte, dass in Usbekistan jetzt der Prozess der Privatisierung mittlerer und größerer Betriebe beginne. „Wir nehmen an, dass die Aktiva dieser Betriebe für Investoren sowohl in Russland als auch in anderen Ländern von Interesse sein werden", sagte der Botschafter.

    Am 13. Mai waren in der viertgrößten usbekischen Stadt, Andischan, das Gefängnis und eine Reihe von Regierungsgebäuden gewaltsam besetzt worden. Die Rechtsschutzorgane Usbekistans erstürmten das Gebäude der Stadtverwaltung und befreiten es völlig. Die Unruhen haben Tote und Verletzte gefordert. Nach offiziellen Angaben wurden 173 Menschen getötet. Journalisten und Bürgerrechtler sprechen hingegen von Hunderten von Opfern.

    Der Russisch-Usbekische Geschäftsrat und der Usbekisch-Russische Geschäftsrat haben am Mittwoch in Moskau einen Vertrag über handelspolitische und wirtschaftliche Zusammenarbeit unterzeichnet.

    Wie der Chef des Russisch-Usbekischen Geschäftsrates, Juri Schafranik, nach der Unterzeichnung des Dokumentes sagte, „werden der Brennstoff- und Energiekomplex, der Flugzeugbau, die Leicht- und die Textilindustrie sowie Informationstechnologien laut dem signierten Protokoll über die Zusammenarbeit zu den vorrangigen Hauptrichtungen".

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