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    Fradkow für härtere Strafen für illegalen Fischfang

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    MOSKAU, 08. Juni (RIA Nowosti). Premier Michail Fradkow hat auf die Notwendigkeit verwiesen, die Strafen für den illegalen Fang biologischer Ressourcen der Gewässer zu verschärfen.

    Wie der Regierungschef am Mittwoch bei der Eröffnung einer Sitzung des Maritimen Kollegiums der Regierung Russlands informierte, übersteigen die Ausmaße des illegalen Fischfangs die genehmigten Fischmengen um das Drei- bis Vierfache. Und bei Stören seien es 20-mal so viel und mehr.

    Der Aufbau eines effektiven Systems der staatlichen Kontrolle über den Fang von Bioressourcen der Gewässer sei eine überaus wichtige staatliche Aufgabe, betonte der Premier.

    „Es ist notwendig, in nächster Zeit die Strafen für den illegalen Fang von Bioressourcen der Gewässer zu verschärfen und im Bedarfsfall auch Änderungen an den Gesetzen vorzunehmen", sagte Fradkow.

    Der Staat dürfe keine Hindernisse für legal arbeitende Fischereibetriebe errichten, fügte der Premier hinzu.

    Fradkow beauftragte die zuständigen Behörden, die Möglichkeiten zur Senkung der Steuersätze für die Nutzung von Wasser-Bioressourcen in wenig rentablen Produktionsstätten zu prüfen.

    Laut dem Regierungschef sind solche Vorschläge von vielen Küstenregionen unterbreitet worden. Nach einigen Schätzungen wird diese Maßnahme einen zusätzlichen Fang von jährlich 1,5 Millionen Tonnen Fisch sichern.

    „Das ist eine vorläufige Schätzung. Ich möchte die Spezialisten bitten, diese Vorschläge zu bestätigen oder zu widerlegen", sagte der Premier zu den Mitgliedern des Kollegiums.

    „Der Küstenfischfang muss in allen Objekten dieses Gewerbes, darunter auch in wenig rentablen, gefördert werden", betonte Fradkow.

    Der Küstenfischfang und die Fischverarbeitung sind eine der Haupteinnahmequellen der Bevölkerung in den Küstenregionen Russlands. Wenn sich diese Gewerbeart nicht entwickelt, würde dadurch das Wirtschaftspotential der Küstenregionen untergraben, wobei das Lebensniveau der einheimischen Bevölkerung sinken würde, sagte der Premier.

    „Der Entwicklung des Küstenfischfanges könnten auch die Praxis von Konzessionen und weitere Formen der staatlich-privaten Partnerschaft förderlich sein", meinte der Regierungschef.

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