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    Verteidigungsminister Sergej Iwanow: Russland ist gegen internationale Untersuchung der Ereignisse in Usbekistan

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    BRÜSSEL, 09. Juni (RIA Nowosti). Russland sei gegen eine internationale Untersuchung der Ereignisse im Mai in der usbekischen Stadt Andischan, erklärte der Verteidigungsminister der Russischen Föderation, Sergej Iwanow. „Wir sind gegen internationale Untersuchungen.

    Wir haben unwiderlegbare Angaben über eine ausländische Spur bei diesen Ereignissen", sagte der Minister zu Journalisten nach der Ankunft in Brüssel für die Teilnahme an einer Sitzung des Russland-NATO-Rates. 

    Iwanow unterstrich, dass Usbekistan ein souveränes Land sei und sich die Staatsanwaltschaft und die Behörden Usbekistans über die entstandene Situation klar werden müssen (die Staatsanwaltschaft leitete ein Strafverfahren im Zusammenhang mit dem Versuch des Sturzes der verfassungsmäßigen Ordnung ein, und das Parlament bildete eine Sonderkommission für die Untersuchung der Ereignisse).

    „Man muss sich darüber klar werden, wer all das organisiert und inspiriert hatte und wohin Waffen aus dem Truppenteil verschwunden sind, der überfallen wurde, sowie auf viele andere Fragen antworten", sagte er.

    Der Minister erinnerte daran, dass an der Untersuchung der Unruhen in Usbekistan „internationale Beamte", darunter auch russische, beteiligt sind, die sich bereits im Lande befinden.

    Indessen teilte eine Quelle im russischen Verteidigungsministerium mit, dass es „unter den Toten (179 nach Angaben der Staatsanwaltschaft Usbekistans und bis zu 1000 nach Angaben unabhängiger Quellen und ausländischer Massenmedien) und Festgenommenen während der Unruhen am 13. und 14. Mai in Usbekistan 50 ausländische Bürger aus asiatischen Ländern gab, darunter auch aus GUS-Staaten".

    Der Gesprächspartner der Agentur sprach sich sehr scharf gegen eine internationale Untersuchung der Unruhen in der zweitgrößten Stadt Usbekistans aus.

    „Das Ziel dieser internationalen Untersuchung besteht nicht darin, zu klären, woher die Terroristen gekommen sind, sondern das Regime des Präsidenten Islam Karimow zu beschuldigen, um den Druck auf ihn zu verstärken und wahrscheinlich unter der bekannten Flagge der Demokratisierung zu stürzen", sagte die Quelle.

    „Die Folgen davon werden sich auf uns (Russland) und nicht auf sie (Westen) auswirken", unterstrich die Quelle.

    Nach einer Version des Präsidenten Karimow wurden die bewaffneten Zusammenstöße in Andischan durch extremistisch eingestellte islamische Elemente und Mitglieder der usbekischen Abteilung Akramiya der internationalen terroristischen Partei der islamischen Befreiung (Hizb-ul-Tahrir) provoziert. Ihr Ziel sei die Gründung eines islamischen Kalifats in mehreren zentralasiatischen Staaten.

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