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    Russland ist bereit, irakische Sicherheitskräfte ausbilden

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    BRÜSSEL, 9. Juni (RIA Nowosti). Russland ist bereit, irakische Sicherheitskräfte auszubilden, aber nur auf dem eigenen Territorium, teilte Verteidigungsminister, Sergej Iwanow, mit.

    „Wir könnten irakische Sicherheitskräfte ausbilden, aber nur auf unserem Territorium. Auch könnten wir Waffen liefern - gegen Bezahlung in frei konvertierbarer Währung", sagte Iwanow in Brüssel gegenüber Journalisten.

    Zugleich gab er zu, dass es kaum möglich ist, Irak Waffen zu einem gerechten Preis zu verkaufen.

    „Die neugebackenen Nato-Mitglieder, die über große Arsenale sowjetischer Waffen verfügen, werden diese natürlich kostenlos nach Irak schicken", sagte der Minister.

    „Die Nato-Staaten interessieren sich auch für einen anderen Aspekt der russischen Friedenstätigkeit, und zwar für die Friedensbrigade, die unser Land derzeit aufbaut", äußerte Iwanow. „Ich möchte ein weiteres Mal wiederholen: Wir bilden diese Brigade vor allem für uns selbst, und nicht in erster Linie für die Nato."

    Russland begrüße die Verlängerung des Moratoriums für die Uran-Anreicherung, erklärte Iwanow. „Das ist ein konstruktiver Schritt".

    Der russische Minister drückte die Hoffnung aus, dass diese Geste Teherans die EU, vertreten durch Großbritannien, Deutschland und Frankreich, zu weiteren konstruktiven Verhandlungen über das iranische Atomproblem bewegt.

    Bundesaußenminister Joschka Fischer hatte nach seinem Gespräch mit US-Außenministerin Condoleezza Rice in Washington Russlands großen Beitrag zu den Verhandlungen der EU-Troika mit Iran gelobt.

    Die Gespräche mit Iran bewertete Fischer als schwierig. Dennoch hoffe er, dass Deutschland, Frankreich und Großbritannien in enger Koordination mit den USA und Russland bei diesen Verhandlungen vorankommen können.

    Russland trage zum Fortschritt bei diesen Verhandlungen wesentlich bei, lobte Fischer.

    Rice meinte dazu, dass es sehr wichtig sei, dass die Weltgemeinschaft eine einheitliche Haltung zu Iran hat, damit das Land die Notwendigkeit einsehe, seinen internationalen Verpflichtungen nachzukommen.