21:17 18 Januar 2017
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    Iwanow bestätigte Tod bzw. Festnahame von 50 Ausländern bei Unruhen in Usbekistan

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    BRÜSSEL, 9. Juni (RIA Nowosti). Russlands Verteidigungsminister, Sergej Iwanow, hat Informationen bestätigt, nach denen bei den jüngsten Unruhen in der usbekischen Stadt Andischan 50 Ausländer getötet bzw. festgenommen wurden. Es handele sich um Bürger asiatischer Länder wie auch von Ländern der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), sagte Iwanow am Donnerstag auf einer Pressekonferenz nach einer Sitzung des Russland-NATO-Rates in Brüssel. Zuvor hatte das Verteidigungsministerium Russlands ebenfalls von 50 Ausländern unter den Toten bzw. Gefangengenommenen in Andischan gesprochen.

    Ein Ministeriumssprecher wandte sich kategorisch gegen eine internationale Untersuchung der Ursachen und Umstände der Unruhen in Andischan vom Mai dieses Jahres. „Eine solche internationale Untersuchung würde nicht klären, wo die Terroristen her kamen, sondern zum Ziel haben, das Regime (von Präsident Islam) Karimow zu beschuldigen, ihn somit unter Druck zu setzen und möglicherweise unter der bekannten Flagge der Demokratisierung zu stürzen", sagte er.

    „Die Folgen dessen werden sich auf uns (Russland), nicht aber auf sie (den Westen) auswirken. Wir sollten an diese Folgen denken", hieß es.

    Journalisten vermuteten, dass die russischen Angaben über die toten Ausländer in Andischan gefälscht sein könnten. „Hierbei gab es keine Manipulationen. Für die Identifizierung einer Person genügt normalerweise deren Pass", sagte der russische Verteidigungsminister.