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    Minister: Die Schaffung neuer Produktionskapazitäten für Spirituosen muss eingeschränkt werden

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    MOSKAU, 09. Juni /RIA Nowosti/. Der russische Landwirtschaftsminister, Alexej Gordejew, meint, dass im Gesetz „Über den Alkohol- und Spirituosenhandel" die Regulierung der Schaffung neuer Produktionskapazitäten für Spirituosen und des Funktionierens der bestehenden gelöst werden solle.

    „Es muss Mechanismen zur Einschränkung der Schaffung neuer Kapazitäten und zur Stimulierung der bestehenden geben", sagte Gordejew.

    Als Beispiel führte er Angaben aus der offiziellen Statistik an, laut denen in vielen Werken, die Spiritus produzieren, die Kapazitäten nur zu 30 Prozent ausgelastet sind, aber es gibt auch solche, in denen sie nur zu fünf Prozent ausgelastet sind.

    Laut Gordejew sei dieses Problem in den kaukasischen Republiken äußerst akut. „Gerade dort entsteht der Hauptteil der illegalen Erzeugnisse", sagte er. „Man muss ein einheitliches Staatsregister der Kapazitäten zur Produktion von Spiritus haben." Der Minister betonte, dass die Kontrolle über die Kapazitäten zur Produktion von Spiritus es ermöglichen werde, auch dessen Qualität zu kontrollieren.

    Gordejew setzt sich für die schnellste Umwandlung des Föderalen Staatlichen Unitären Unternehmens Rosspirtprom in eine Aktiengesellschaft mit 100-prozentiger staatlicher Beteiligung ein.

    Der Gesetzentwurf über Änderungen am Föderalen Gesetz „Über die staatliche Regulierung der Produktion und des Handels mit Äthylspiritus, Alkohol und Spirituosen" war von der Staatsduma am 14. Mai 2003 in der ersten Lesung angenommen worden.

    Am Donnerstag sollten die Abgeordneten des Unterhauses dieses Gesetz erneut behandeln, das wurde jedoch aufgeschoben. Wie der Vorsitzende der Staatsduma, Boris Gryslow, sagte, sei das darauf zurück zu führen, dass „neue Änderungsanträge zu diesem wichtigen Dokument gestellt worden seien, und die Parlamentarier sie studieren müssen".

    „Der Gesetzentwurf macht zweifellos einen Schritt in Richtung staatliche Regulierung, meines Erachtens ist das aber ein kleiner Schritt", sagte Gryslow im Gespräch mit Journalisten, bei dem er die Hauptbestimmungen des Gesetzentwurfs charakterisierte.

    Gryslow vertritt den Standpunkt, dass eine staatliche Einrichtung notwendig sei, über die alle Verkäufe von Spiritus für die Produktion alkoholischer Getränke erfolgen sollten. Gerade so werde der Staat eine Barriere für die Produktion von gefälschten und nicht qualitätsgerechten alkoholischen Getränken errichten können, so der Vorsitzende der Staatsduma.

    „Das ist eine äußerst aktuelle Frage, denn laut Statistik sterben jährlich bis zu 30 000 Menschen an den Folgen einer Alkoholvergiftung", fügte Gryslow hinzu.