21:15 18 Januar 2017
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    NATO dramatisiert Meinungsverschiedenheiten mit Russland über Ereignisse im usbekischen Andischan nicht

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    BRÜSSEL, 09. Juni /RIA Nowosti/. Die NATO dramatisiert die Meinungsverschiedenheiten mit Russland in Bezug auf die internationale Untersuchung der Ereignisse im usbekischen Andischan nicht. Diese Position der Allianz bekräftigte deren Generalsekretär, Jaap de Hoop Scheffer, nach der Beendigung der Sitzung des Rates Russland-NATO auf der Ebene der Verteidigungsminister in Brüssel.

    Auf die Frage von Journalisten, wie die NATO zur Erklärung des Verteidigungsministers Sergej Iwanow stehe, dass sich Russland gegen eine solche Untersuchung wende, sagte Scheffer, dass es nicht bei allen Elementen Übereinstimmung gebe, man aber reif genug sei, um die Meinung des anderen anzuhören.

    Zugleich erinnerte er daran, dass sich die NATO nach wie vor für eine internationale Untersuchung der Ursachen der Ereignisse in Andischan einsetze.

    Nach seiner Ankunft in Brüssel am Donnerstag früh erklärte Iwanow im Gespräch mit Journalisten, dass Russland gegen eine internationale Untersuchung der Mai-Ereignisse in der usbekischen Stadt Andischan sei. „Wir sind gegen internationale Untersuchungen. Wir verfügen über unwiderlegbare Angaben, die davon zeugen, dass in diesen Ereignissen eine internationale Spur zu verfolgen ist", sagte er.

    Der russische Minister hob hervor, dass Usbekistan ein souveränes Land ist und dass die Staatsanwaltschaft und die Machtorgane von Usbekistan die entstandene Situation klären sollten. Dabei erinnerte er daran, dass zur Untersuchung der Unruhen in Usbekistan bereits „internationale Beamte" herangezogen worden seien, die sich im Lande aufhalten, darunter auch russische.

    Jaap de Hoop Scheffer begrüßte die Unterzeichnung des russisch-georgischen Abkommens über den Abzug der Militärstützpunkte und sprach sich für die Umsetzung der anderen Istanbuler Vereinbarungen insbesondere über den Abzug der in Transnistrien verbleibenden russischen Munition und des militärischen Gerätes aus.

    Der Generalsekretär der Allianz teilte auch mit, dass er beabsichtige, im Verlaufe seines Moskau-Besuchs am 23./24. Juni Verhandlungen mit der russischen Führung über Fragen der Zusammenarbeit NATO-Russland zu führen. Ihm zufolge vertiefe sich diese Partnerschaft auf der praktischen Ebene.

    Scheffer betonte speziell, dass die Seiten beim Austausch von Angaben über die Kontrolle über den Luftraum sowie über die Sicherstellung der Antiterroroperation „Active Endeavour auf dem Mittelmeer" zusammenarbeiten.

    Wie er sagte, entwickelt sich darüber hinaus die Zusammenarbeit NATO-Russland bei der Sicherstellung der Friedensoperationen erfolgreich.