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    NATO begrüßt Vorschlag Russlands, 2006 eine Kommando- und Stabsübung durchzuführen

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    BRÜSSEL, 9. Juni (RIA Nowosti). Die Teilnehmer des Russland-NATO-Rates haben den von Moskau unterbreiteten Vorschlag begrüßt, 2006 auf dem Territorium Russlands eine Kommando- und Stabsübung zur regionalen Raketenabwehr durchzuführen. Das geht aus einer gemeinsamen Erklärung hervor, die am Donnerstag im Anschluss an eine Sitzung des Russland-NATO-Rates auf der Ebene der Verteidigungsminister in Brüssel angenommen wurde.

    Laut dem Dokument erwarten die Seiten mit Interesse das Seminar zur Doktrin der nuklearen Strategie, das für den Juli dieses Jahres nach Deutschland einberufen ist. Zudem wollen die Teilnehmer des Rates als Beobachter Übungen zur Bekämpfung der Folgen eines atomaren Unfalls beiwohnen, die im September dieses Jahres von Großbritannien durchgeführt werden.

    Russlands Verteidigungsminister Sergej Iwanow rief in der Sitzung die Partner auf, die Zusammenarbeit zwischen Russland und der NATO auf dem Gebiet der regionalen Raketenabwehr zu aktivieren. „In nächster Zeit sollten wir die mögliche Erweiterung der gemeinsamen Aktivitäten in diesem Bereich bestimmen, darunter auch durch die Lösung von Problemen, die die Bekämpfung von Marschflugkörpern betreffen."

    Iwanow sagte ferner, dass das konzeptionelle Herangehen an die Vereinigung der Anstrengungen in diesem für die Sicherheit eines beliebigen Staates sensiblen High-Tech-Bereich des militärischen Zusammenwirkens in Kürze endgültig ausgearbeitet wird.

    Der Minister sagte, dass es bei der Kooperation Russlands und der NATO-Länder im Bereich der Raketenabwehr gewisse Probleme gebe. „Die Allianz steht unmittelbar vor der Aufstellung eines eigenen aktiven breit gestaffelten Systems der regionalen Raketenabwehr, während die russische Seite nur allgemeine Vorstellungen von den Terminen für die Aufstellung des Systems und von seiner Struktur hat", bemängelte Iwanow.

    Dabei hob er hervor, dass die inneren Entwicklungen der Allianz bei den gemeinsamen Aktivitäten im Rahmen des Russland-NATO-Rates nicht mit berücksichtigt werden, dem nur die bereits vorhandenen Raketenabwehrmittel Russlands und der NATO-Länder zugrunde liegen. „Man darf nicht zulassen, dass die Ergebnisse dieser Arbeit einfach verloren gehen. Bei der Bestimmung der Struktur des europäischen Raketenabwehrsystems sollten sie weitestgehend berücksichtigt werden", sagte Iwanow.

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