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    USA: Erste Konferenz zu Problemen der Bewahrung der russischen Kultur

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    WASHINGTON, 10. Juni (RIA Nowosti). Die erste Konferenz zu Problemen der Erhaltung der russischen Sprache und Kultur in Amerika wird am Freitag in Gaithersburg (Vorort Washingtons, Bundesstaat Maryland) eröffnet.

    Wie Victoria Bonelli, Mitglied des Organisationskomitees der Konferenz und Produzentin des TV-Programms "Russische Sicht" im Fernsehen des Bundesstaates Maryland, mitteilte, beteiligen sich an dem dreitägigen Forum über 100 Vertreter verschiedener Organisationen der russischen Diaspora aus zehn Bundesstaaten der USA sowie Delegationen aus Deutschland, Kanada und Russland.

    Bonelli berichtete, dass früher niemand versucht hat, die ganze russischsprachige Gemeinde in den USA zu vereinigen, obwohl es vereinzelte Organisationen, Assoziationen und Klubs gab. Und heute entsteht eine gemeinsame Idee: Entwicklung der russischen Sprache und Erhaltung der russischen Kultur.

    Auf der Konferenz in Washington wird in mehreren Sektionen gearbeitet. Themen sind: die Probleme der russischsprachigen Massenmedien in den USA und deren Rolle bei der Erhaltung der russischen Sprache und Kultur, die Methodologie des Russischunterrichts in nichtstaatlichen Schulen, der Erhalt der russischen Sprache in der Familie und schließlich Probleme der Organisation und der Arbeit der nichtstaatlichen russischsprachigen vorschul- und Schulzentren sowie der Kunststudios.

    Wie Swetlana Sokolowa, Vertreterin des Organisationskomitees und Direktorin des russischsprachigen Kinderlehrzentrum für kreative Entwicklung "Rote Segel" in Washington, mitteilte, sei die Konferenz der erste Versuch, Kindern in Familien zu helfen, die in Amerika leben und dabei die russische Sprache und Kultur nicht vergessen wollen.

    Nach Worten Sokolowas gebe es heute in den USA mehr als 120 private russischsprachige Schulen, Lehrzentren und Kunststudios. Sehr viele davon müssen sich lediglich auf eigene Kräfte und Mittel verlassen, und ein solcher Erfahrungsaustausch könnte ihnen wahrscheinlich in einer alles andere als einfachen Arbeit unter den Bedingungen der amerikanischen Realitäten helfen, meint sie.

    Dabei berief sich Sokolowa auf erfolgreiche Erfahrungen der vor fünf Jahren gegründeten Assoziation von Jugendgesellschaften der russischen Kultur und Bildung in Europa "Eurologe" mit dem Sitz in Deutschland, die in zwölf westeuropäischen Ländern besteht.

    Vor einem Jahr führte die Assoziation in Deutschland das erste internationale Seminar "Russische Sprache außerhalb Russlands" durch, und nunmehr kommt Nadeschda Nelipa, die "Eurologe"-Vorsitzende, zur bevorstehenden Konferenz nach Washington.

    Sokolowa betonte auch, dass dank der Vereinigung zu einer Assoziation die russischsprachigen Schulen Europas die Möglichkeit bekamen, sich in der Öffentlichkeit darzustellen. Sogar die Regierungen dieser Länder schenken ihnen nun Gehör, bemerkte Sokolowa und fügte hinzu, dass die russischsprachigen Schulen in den USA im Unterschied zu Europa vorläufig nicht vereinigt seien.

    Deshalb bestehe eines der Ziele der bevorstehenden Konferenz darin, sich zu einer analogen Assoziation zu vereinigen, um einen Dialog mit amerikanischen Behörden bereits auf einer vollkommen anderen Ebene zu führen, unterstrich sie.

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