09:36 23 Januar 2017
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    Moldawien benötigt keinerlei militärische Präsenz

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    CHISINAU, 10. Juni (RIA Nowosti). Moldawien benötigt keinerlei militärische Garantien oder eine, wie auch immer geartete, Militärpräsenz, erklärte der Präsident Moldawiens, Vladimir Voronin, am Freitag vor dem Parlament des Landes.

    „Wir meinen, dass der endgültige Abzug der russischen Truppen ein wichtiger Beitrag der Russischen Förderation zur Erreichung einer endgültigen Lösung des Transnistrien-Problems wäre, welcher durch unser Volk eine hohe Wertschätzung erfahren würde", unterstrich Woronin.

    „Wir sehen keinerlei politische oder geostrategische Gründe für die Präsenz der russischen Truppen auf dem Territorium Moldawiens. Ich bin überzeugt, dass auch die gegenwärtige russische Führung keine sieht", ergänzte er.

    Voronin erklärte, dass „der gute Wille des moldauischen Staates, der sich offen als Vielvölkerstaat erklärt, und die feinfühlige Haltung gegenüber der russischen Kultur und Sprache sowie gegenüber der gesamten russischsprachigen Bevölkerung Voraussetzungen schaffen, um erst gar keine objektiven Widersprüche zwischen uns und der Russischen Förderation hervorzubringen".

    „Ich bin überzeugt, dass wir ein gegenseitiges Verständnis in dieser Hinsicht erreichen und gleichzeitig in unseren Beziehungen mit Russland Töne unterbinden können, die unseren Ländern und Völkern nicht eigen sind, Töne gegenseitiger Vorbehalte und kleinlicher Kränkungen", sagte Voronin.

    Ihm zufolge "müssen in der Sicherheitszone Moldawiens Beobachter, die ein internationales Mandat haben, den Platz der bewaffneten Leute einnehmen".

    Die Demilitarisierung Transnistriens bedeutet gewaltige Aufwendungen für die Entsorgung der Militärtechnik und Waffen, doch in erster Linie sind das die Kosten für die soziale Unterstützung und Umschulung all jener, die heute den so genannten bewaffneten Formationen Transnistriens angehören", führte Woronin aus.

    Der Präsident meint, dass die Partnerschaft Moldawiens und der Nato im Rahmen des Programms „Partnerschaft für den Frieden", an dem sich sowohl Russland als auch die Ukraine beteiligen, eine besonders effektive finanzielle und organisatorische Plattform für die Erreichung der gesteckten Ziele ist.

    In dem „Appell zu den Grundsätzen und Bedingungen der Demilitarisierung", den das Parlament auf der heutigen Tagung verabschiedete, wandte sich das moldauische Gesetzgebungsorgan mit der Bitte an die OSZE, die EU, Russland und die USA, der Demilitarisierung Unterstützung zu gewähren.

    Das Dokument lässt auch die Forderung gegenüber Russland anklingen, seine Truppen und Waffen bis zum Jahresende abzuziehen. Die Friedenskräfte in der Sicherheitszone sollen das Territorium bis Ende des Jahres 2006 verlassen.

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