08:00 17 Januar 2017
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    Verteidigungsministerium Russlands hat 2005 für Kauf von Waffen und Entwicklung neuer Technik sechs Milliarden US-Dollar

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    MOSKAU, 10. Jui /RIA Nowosti/. 2005 wird sich das Budget des Verteidigungsministeriums Russlands, das für den Kauf und die Entwicklung von Waffen bestimmt ist, auf rund sechs Milliarden US-Dollar belaufen. Das sagte der russische Verteidigungsminister Sergej Iwanow am Freitag in einem RIA-Nowosti-Interview.

    „Viele Jahre lang wurde behauptet: Russland gewinne aus dem Waffenverkauf mehr als es für die Bewaffnung der eigenen Armee ausgibt. Die Pyramide begann sich umzudrehen. In diesem Jahr verausgaben wir für den Kauf und die Wartung unserer Technik sowie für Forschungs- und Entwicklungsarbeiten mehr als wir in einem Jahr aus dem gesamten Handel gewinnen, nämlich rund sechs Milliarden US-Dollar", sagte Iwanow.

    Ihm zufolge seien Indien und China nach wie vor die Hauptkäufer russischer Waffen, dabei ist gegen China von der EU ein Waffenembargo verhängt worden. Auf Russland dehnt sich dieses Verbot der EU nicht aus.

    „Die Frage des Embargos bezieht sich zwar nicht auf uns, ich denke aber, dass es in den nächsten Jahren nicht aufgehoben wird, was von China recht empfindlich aufgenommen wird. Wenn es jedoch aufgehoben worden wäre, so hätte es keine wesentliche Veränderung gegeben. Ich unterstehe mich, zu behaupten, dass der Bedarf und die Perspektiven der Modernisierung der chinesischen Armee Russland besser als allen anderen Staaten bekannt sind", sagte Iwanow.

    „In absehbarer Zukunft wird Russland der Hauptlieferant von Waffen, Kampftechnik und sogar einiger Technologien nach China sein", versicherte der Verteidigungsminister.

    Im kommenden August soll zum erstenmal eine russisch-chinesische Militärübung stattfinden. Die Streitkräfte der VRCh haben bislang nie gemeinsame Übungen mit ausländischen Staaten durchgeführt, teilte Iwanow mit.

    „In der letzten Zeit verbessern sich die russisch-indischen Beziehungen. Ich bin überzeugt, dass sich die Führung der beiden Länder darüber absolut klar ist, dass diese Zusammenarbeit, manchmal auch eine dreiseitige - unter Teilnahme Chinas - allen zum Nutzen gereicht. Und wir werden die Festigung der Beziehungen in diesem Dreieck fördern. Ich möchte betonen: Das ist keine gegen jemanden gerichtete Freundschaft, sondern die Zusammenarbeit bei unseren Interessen", sagte Iwanow.

    Er fügte hinzu, dass Russland zur freien Konkurrenz auf dem Waffenmarkt bereit sei, darunter auch mit den USA, die in der letzten Zeit auf dem indischen Markt aktiv werden.

    „Es wäre falsch, wenn wir jedesmal, wenn unser traditioneller Partner zu einer Ausschreibung andere Länder heranzieht, erschrecken oder uns empören würden. Wir müssen uns hingegen auf die Notwendigkeit vorbereiten, auf jedem Markt konkurrenzfähig zu sein", sagte Iwanow.

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