05:29 23 Januar 2017
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    Putin und Mori besprechen möglicherweise auch Japans Interesse für die Östliche Pipeline

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    MOSKAU, 14. Juni (RIA Nowosti). Wladimir Putin und Yoshiro Mori werden bei ihrem heutigen Treffen wahrscheinlich auch Tokios Interesse für die Östliche Pipeline besprechen. Er wolle diese Frage mit dem Ex-Premier Japans behandeln, teilte der Präsident Russlands bei einem Treffen mit den Regierungsmitgliedern am vorigen Montag mit.

    "Ich plane in der nächsten Zeit ein Treffen mit Mori. Es wäre nicht schlecht, wenn er eine Möglichkeit hätte, Probleme zu besprechen, die mit der Erdölleitung zusammenhängen", sagte der Präsident.

    Putin fragte Außenminister Sergej Lawrow nach den Plänen zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Russland und Japan.

    "Natürlich sind sie am Zusammenwirken im Energiebereich interessiert. Und wir sind dazu zu Bedingungen bereit, die beiden Ländern passen werden. Es geht unter anderem um die Pläne zum Bau der Östlichen Erdölleitung", sagte Lawrow.

    An Wirtschaftsminister German Gref gewandt, betonte der russische Präsident, dass man "dieses Interesse konkretisieren muss". Und auch der Minister für Industrie und Energiewirtschaft, Christenko, müsse in diesem Zusammenhang seine Arbeit aktivieren, so der Präsident.

    In diesem Zusammenhang verwies der Präsident auf die mit China erzielten Vereinbarungen.

    Der Vorsitzende der Regierung Russlands, Michail Fradkow, unterzeichnete am 31. Dezember 2004 einen Beschluss über den Bau eines einheitlichen Erdölleitungssystems auf der Route Stadt Taischet (Gebiet Irkutsk) - Stadt Skoworodino (Amur-Gebiet) - Bucht Perewosnaja (Primorje-Region).

    Die Leistung der Erdölleitung Ostsibirien-Pazifik wird bis zu 80 Millionen Tonnen Erdöl im Jahr betragen, die notwendigen Investitionen werden auf 11,5 Milliarden US-Dollar geschätzt. Durch diese Pipeline wird russisches Erdöl in die Asiatisch-Pazifische Region transportiert.

    Wie der Minister für Industrie und Energiewirtschaft der Russischen Föderation, Viktor Christenko, zuvor erklärte, wolle Japan sich an der Finanzierung der Östlichen Erdölleitung beteiligen, obwohl der konkrete Umfang der japanischen Investitionen noch zu bestimmen sei.

    "Die japanische Seite zeigt aktives Interesse, an der Errichtung der Erdölleitung. Unsere Experten werden gemeinsam mögliche Formen des Zusammenwirkens bestimmen", betonte Christenko.

    Ihm zufolge werde Russland um das Jahr 2009 die Schaffung seines einheitlichen Pipelinesystems abschließen.

    Japans Außenminister Nobutaka Matimura bestätigte, dass die japanische Seite auf die gemeinsame Arbeit beim Bau der Rohrleitung an der Pazifikküste eingestellt sei.