12:42 20 Oktober 2017
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    Wladimir Putin: Ein übermäßiges Engagement des Staates hemmt die Wirtschaft, ist aber auf einigen Gebieten notwendig

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    SANKT PETERSBURG, 14. Juni (RIA Nowosti). Ein übermäßiges Engagement des Staates drosselt einerseits das Wirtschaftsleben, doch in solchen Bereichen, wo seine Präsenz gerechtfertigt und begründet ist, darf sich der Staat nicht selbst zurückziehen.

    Das erklärte Russlands Präsident Wladimir Putin auf dem Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg am Dienstag.

    "Das Ausmaß staatlicher Präsenz in der Wirtschaft ist ein außerordentlich wichtiges Thema. Das ist eine der Schlüsselfragen und akuter Streitpunkt", sagte der Präsident.

    "Es liegt auf der Hand, dass ein übermäßiges Engagement des Staates die Wirtschaft hemmt und zur Bremse für unternehmerische Initiativen wird, wovon wir uns aus eigener Erfahrung überzeugen konnten", stellte Wladimir Putin fest.

    "Andererseits kann sich der Staat nicht einfach zurückziehen, denn es gibt ökonomische Bereiche, wo seine Präsenz voll und ganz gerechtfertigt und begründet ist, so zum Beispiel im System der Monopolisten, welche die Infrastruktur beherrschen", unterstrich der Präsident.

    Außerdem, so Wladimir Putin, gehe es ebenso um einzelne Infrastrukturvorhaben und den militärisch-industriellen Komplex.

    Wladimir Putin hält die wirtschaftliche Strukturreform in Russland für eine der wesentlichsten Aufgaben. "Russland ist ein überaus potenter Rohstoffexporteur, und das ist unser gewaltiger Konkurrenzvorteil", sagte der russische Präsident.

    Gleichzeitig, meint der russische Staatschef, kann die Förderung wie auch die erste Verarbeitungsstufe von Rohstoffen zu einer Hightech Produktion avancieren.

    Wladimir Putin hebt hervor, dass die wirtschaftlichen Leistungen den russischen Bürgern bereits höheren Wohlstand gesichert haben. Die Wirtschaft ihrerseits kann ihre Investitionsvorhaben in die Tat umsetzen.

    "Wichtig ist, dass der Staat seinen Verpflichtungen nachkommt und langfristige Orientierungspunkte festlegt, so auch bei der Strategie für die Staatsfinanzen", sagte der russische Präsident.

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