23:20 18 Januar 2017
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    Wladimir Putin: Planwirtschaft brachte in den 20er und 30er Jahren Ergebnisse, führte die UdSSR aber dann zum Kollaps

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    SANKT PETERSBURG , 14. Juni (RIA Nowosti). Der Staat muss die Entwicklung der Weltwirtschaft und des eigenen Landes analysieren können, um die optimalen Entwicklungswege zu wählen, meint Wladimir Putin.

    Als Beispiel führte der russische Präsident die 20er und 30er Jahre an, als in den USA die "Große Depression" um sich griff, die Planwirtschaft in der Sowjetunion indes bemerkenswerte Erfolge verbuchte. "In dieser Zeit entstand die industrielle Macht der UdSSR", stellte der Staatschef fest. Doch später, als die innovativen Formen der Entwicklung effektiver wurden und die Weltwirtschaft globale Ausmaße annahm, führte die Planwirtschaft, wie Wladimir Putin sich ausdrückte, "zum Kollaps der UdSSR".

    "In den verschiedenen Entwicklungsperioden der Weltwirtschaft erwies sich entweder die eine oder die andere Form der Wirtschaftsführung als effektiver", sagte der russische Präsident, die Diskussionen auf dem Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg zur Wahl des Wirtschaftsmodells resümierend.

    Diese Frage ist für Russland wie auch für alle anderen Länder der Welt von Bedeutung, stellte Wladimir Putin fest.

    Wie der Korrespondent von RIA Nowosti berichtet, wurde bei der Diskussion ein liberales und ein paternalistisches Entwicklungsmodell erörtert, wobei letzteres ein größeres staatliches Engagement in der Wirtschaft beinhaltet.

    Wladimir Putin erklärte, dass die Gewährleistung eines hohen Wirtschaftswachstums in der russischen Wirtschaft die Hauptaufgabe bleibt.

    "Unsere Hauptaufgabe bleibt unverändert und besteht darin, in der russischen Wirtschaft für ein hohes Wachstumstempo zu sorgen. Das geht nicht ohne die Integration Russlands in die Weltwirtschaft, doch nur unter einer unabdingbaren Voraussetzung: Die Wahrung und Sicherung der Souveränität unseres Staates", sagte der russische Präsident.

    In den Diskussionen hatten die Teilnehmer der liberalen Wirtschaft den Vorrang eingeräumt, doch gleichzeitig von der Notwendigkeit der staatlichen Förderung bei einzelnen Schlüsselbranchen gesprochen: Rüstung, Atomwirtschaft, Weltraumforschung und Software.