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    Russlands Innenministerium für Zusammenarbeit mit dem FBI

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    MOSKAU, 14. Juni (RIA Nowosti). Im russischen Innenministerium wird auf die Wichtigkeit der Zusammenarbeit mit dem FBI der USA verwiesen. Das betonte der stellvertretende Innenminister Russlands Andrej Nowikow nach seinem Treffen mit dem Leiter der Abteilung für die Bekämpfung des organisierten Verbrechens des FBI, Charles Cunningham, vor Journalisten.

    „Solche Treffen gestatten es, unter den Bedingungen der Internationalisierung der Kriminalität dem Drogenhandel, dem illegalen Waffenhandel, der Geldwäsche, der Korruption, dem Menschenhandel und der illegalen Migration erfolgreich entgegenzuwirken", sagte Nowikow nach dem Beginn der zweiten Sitzung der vereinten russisch-amerikanischen Arbeitsgruppe.

    Laut dem stellvertretenden Innenminister ist das eine bei weitem nicht vollständige Liste der Probleme, die von den beiden Behörden diskutiert werden.

    Nowikow betonte ferner, dass in der soeben eröffneten Sitzung der russisch-amerikanischen Arbeitsgruppe elf gemeinsame Operationen erörtert werden.

    Als eines der Diskussionsthemen sei das Problem der Verbreitung pornographischer Materialien, besonders unter Beteiligung von Minderjährigen, im Internet gewählt worden, sagte der stellvertretende Minister.

    Nowikow bemerkte, dass derartige Verbrechen in der Regel von Mitgliedern organisierter Gruppen begangen werden, die internationale und überregionale Beziehungen haben.

    Als Beispiel nannte er eine verbrecherische Gruppierung, die in Nischni Nowgorod (Wolgagebiet) unter dem Deckmantel eines Foto- und Videostudios Pornoerzeugnisse hergestellt hatte und deren Tätigkeit unterbunden wurde.

    „Die aufgenommenen Materialien wurden nach Moskau gebracht, wo sie auf kostenpflichtigen Porno-Sites untergebracht oder per Post an Besteller verschickt wurden", hieß es beim Innenministerium.

    Laut Informationen des Innenministeriums wurde die Gruppierung von einem 23-jährigen Moskauer geleitet, der die Herstellung von Pornoerzeugnissen und Kanäle für ihren Vertrieb organisiert hatte. Unter den Kunden befanden sich Ausländer, darunter auch USA-Bürger, informierte Nowikow.

    Neben der Zusammenarbeit mit dem FBI gebe es zurzeit auch gemeinsame Gruppen im Rahmen der Kooperation mit den Rechtsschutzorganen Deutschlands und Israels.

    „Wir ergänzen diese Liste immer weiter", sagte Nowikow.