02:38 20 Januar 2017
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    Gryslow: Russische Machtbehörden müssen den „Komplex der einholenden Entwicklung" endgültig überwinden

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    ST. PETERSBURG, 14. Juni (RIA Nowosti). Das russische Unternehmertum und die russische Macht müssen den „Komplex der einholenden Entwicklung" endgültig überwinden. Diese Auffassung vertrat der Vorsitzende der Staatsduma (Unterhaus des russischen Parlaments), Boris Gryslow, am Dienstag bei der Eröffnung des Wirtschaftsforums in Sankt Petersburg.

    „Wir wissen, dass Russland heute bei einer Reihe von Bereichen hinter den führenden Weltmächten zurückliegt. Aber auch in diesem Rückstand sind potentielle Bedingungen für einen Sprung nach vorn sichtbar. Wir haben die Möglichkeit, fremde Fehler nicht zu wiederholen, sondern daraus zu lernen", betonte Gryslow.

    „Die Geschichte unseres Landes liefert einen Beweis dafür, dass Russland führend sein und den Ton angeben kann, darunter auch in hochtechnologischen Branchen", bemerkte der Staatsduma-Vorsitzende.

    „Jetzt sind überaus wichtige Gesetze angenommen worden, die Gold- und Devisenreserven nehmen zu, die Haushaltseinnahmen wachsen, es gibt eine politische Stabilität. Das Haupthindernis, das entstehen könnte, wäre eine Isolierung, eine Systemlosigkeit der Schritte der Subjekte der Wirtschaftspolitik beim Erreichen des gestellten Ziels", meinte Gryslow.

    Laut dem Unterhaus-Chef „wird vom Staat eine konsequente Steuer- und Kreditpolitik, eine Verringerung des administrativen Drucks gegenüber dem Unternehmertum und die Förderung der Einführung neuer Technologien verlangt".

    „Das sind Aufgaben für die nächste Perspektive, und es kann und wird keinen richtigeren Zeitpunkt für ihre Lösung mehr geben", betonte Gryslow.

    Nach Meinung des Vorsitzenden des Föderationsrates (Parlamentsoberhaus), Sergej Mironow, „gibt es in Russland und den anderen GUS-Ländern Ressourcen, um annehmbare Formen zur Integration in die Weltwirtschaft durchzusetzen".

    „Wir leben in einer sich dynamisch entwickelnden Welt, in den letzten Jahren wird deutlich spürbar, inwieweit die Länder und die Völker von einander abhängen. Die Prozesse der Globalisierung der Weltwirtschaft entwickeln sich rasch und machen es erforderlich, nach neuen Herangehensweisen bei der Lösung vieler innerer und internationaler Probleme zu suchen", sagte Mironow.

    Laut dem Oberhaus-Vorsitzenden steht das Petersburger Forum nicht von ungefähr unter dem Motto „Eine effektive Wirtschaft - ein würdiges Leben". „Damit wird die Vorrangigkeit der Aufgaben des Wirtschaftswachstums als Hauptmittel zur Anhebung des Wohlstandes der Menschen und der Gesellschaft hervorgehoben", bemerkte der Vorsitzende des Föderationsrates.