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    Putin rechnet mit Lösung der „Gasprobleme" zwischen Russland und Ukraine

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    ST. PETERSBURG, 14. Juni (RIA Nowosti). Wladimir Putin rechnet damit, dass die zwischen Russland und der Ukraine aufgetretenen „Gasprobleme" geregelt werden.

    Bei einem Treffen mit dem Vorsitzenden des ukrainischen Parlaments, Wladimir Litwin, sagte der Präsident Russlands: „Vor kurzem sind die Vertreter von Gasprom aus der Ukraine zurückgekehrt. Laut den Dokumenten gibt es 7,7 Milliarden Kubikmeter Gas, die real jedoch nicht vorhanden sind. Wenn von den europäischen Preisen ausgegangen wird, handelt es sich um 160 US-Dollar je 1 000 Kubikmeter. Das sind mehr als 1,3 Milliarden US-Dollar. Wir verlangen natürlich nicht, diese Schuld von heute auf morgen zurückzuzahlen, aber die Experten müssen dieses Problem schon lösen. Selbstverständlich dürfen unsere zwischenstaatlichen Beziehungen nicht dadurch getrübt werden."

    Gegenüber der Delegation der Aktiengesellschaft Gasprom wurde bei den Verhandlungen mit der Leitung der Nationalen Aktiengesellschaft „Naftagas Ukrainy" bestätigt, dass in den ukrainischen unterirdischen Gaslagern 7,9 Milliarden Kubikmeter russisches Gas deponiert sind. Das teilte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende von Gasprom Alexander Rjasanow am Montag auf einer Pressekonferenz in Kiew mit, berichtet die Agentur „Nowosti-Ukraina".

    „Die jüngsten Ereignisse um das ewige Problem der Beziehungen zu Gasprom in der Ukraine rufen Befremden hervor. Wir haben in den zurückliegenden Jahren die Probleme ausgeräumt, die es zwischen uns gegeben hatte. Rund eine Milliarde Dollar Schulden wurde gestundet, die russische Bank ist das Risiko eingegangen. Jetzt entsteht wieder ein Problem, das ebenfalls auf mehr als eine Milliarde Dollar geschätzt wird. Ich hoffe, dass die ukrainische Führung und das Parlament alles nur Mögliche tun werden, um dieses Problem zu lösen", sagte der Präsident zu Litwin.

    Wie Putin weiter ausführte, ist viel getan worden, um die Ukraine vom „Ruf eines unzuverlässigen Geschäftspartners" zu befreien. „Es wäre unangenehm, alles wieder von vorn zu beginnen", sagte der Präsident.

    Wladimir Litwin bemerkte dazu: „Jetzt herrscht der Realismus in den Beziehungen zwischen beiden Ländern vor. Das ist sehr wichtig."

    Laut Putin ist er mit dem Niveau des politischen Dialogs zwischen Russland und der Ukraine in den letzten Monaten zufrieden.

    Der Staatschef bemerkte zugleich: „Wir sind auch darüber besorgt, dass das Wachstumstempo der handelspolitischen und wirtschaftlichen Beziehungen in letzter Zeit sinkt. Wenn diese Kennziffer von Januar bis April vergangenen Jahres beispielsweise bei 40 Prozent lag, so sind es heute 25 Prozent. Das ist auch nicht schlecht, aber das Tempo sinkt immerhin", bemerkte Putin.

    Laut Putin sieht Moskau, dass der ukrainische Präsident und die ukrainische Regierung Beziehungen zum russischen Unternehmertum aufbauen. „Ich hoffe, dass die Bedingungen, die für das russische Unternehmertum geschaffen werden, Russland und der Ukraine zugute kommen", sagte der russische Staatschef.

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