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    "Gaseta": Ukrainischer General wird des Schmuggels aus Irak beschuldigt

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    MOSKAU, 15. Juni (RIA Nowosti). Der frühere Chef des ukrainischen Friedenskontingents in Irak, Generalmajor Sergej Sawtschenko, ist am Montag festgenommen worden. Er wird beschuldigt, 320 000 Dollar geschmuggelt zu haben, die Friedenssoldaten aus Irak gebracht haben sollen, schreibt die "Gaseta" am Mittwoch.

    Im Februar wurde bei fünf ukrainischen Offizieren, die die Leiche eines Kampfgefährten mit einer Sondermaschine aus Bagdad begleiteten, Geld beschlagnahmt. Die Geldnoten waren vor der Zollkontrolle versteckt worden: im Karton vom Empfänger des Funkers, in Sportschuhen im Gepäck eines der Offiziere, in der Verpackung von Feuerzeugen und CD-Playern sowie einer Lampe und in einem Fotoapparat. Einige Packungen mit Devisen wurden außerdem in den persönlichen Sachen der Crew sichergestellt. Da die ukrainischen Bürger nur 10 000 Dollar pro Person, die in der Zollerklärung anzugeben sind, sowie 3000 Dollar undeklariert ins Land mitbringen dürfen, wurden die Offiziere verhaftet. Nachdem aber die Militärs angegeben haben, sie hätten die Devisen auf Befehl des Kommandeurs einzuführen versucht, wurden sie freigelassen.

    Zur Freilassung der Offiziere trug auch das Verteidigungsministerium bei, das sich damals mit allen Mitteln für sie einsetzte. So behaupteten Vertreter des Verteidigungsamtes, in Irak gebe es keine Zollämter, insofern könne man einfach keine Zollerklärung irgendwo ausfüllen. Und das sichergestellte Geld sei der Sold von Vertragssoldaten, der auf deren Bitte von den Kollegen in die Heimat gebracht wurde, so das Blatt.

    Die ukrainische Sicherheitsbehörde glaubte aber diesen Erklärungen nicht. Nach der Festnahme der Offiziere wurde der abgesetzte General Sawtschenko aus Irak in die Heimat zurückkommandiert. In Kiew wurde dann ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Im Februar teilte das ukrainische Sicherheitsamt mit, die Zöllner hätten einen illegalen Kanal für die Deviseneinfuhr aufgedeckt. Das heißt, dass dies bei weitem nicht der erste Fall des Schmuggels gewesen sei. Vier Monate später wurde der Hauptangeklagte im Fall der illegalen Deviseneinfuhr genannt, der Chef des Friedenskontingents, Sergej Sawtschenko. Nun drohen ihm dafür fünf bis acht Jahre Freiheitsentzug.

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