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    Scharonow: 10,74 Prozent der Gasprom-Aktien kosten 7,15 Milliarden US-Dollar

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    MOSKAU, 15. Juni (RIA Nowosti). 10,74 Prozent der Gasprom-Aktien kosten laut einer vom Ministerium für Wirtschaftsentwicklung und Handel erstellten Direktive 7,15 Milliarden US-Dollar.

    Das teilte der stellvertretende Minister für Wirtschaftsentwicklung und Handel Andrej Scharonow am Mittwoch vor Journalisten mit. Wie Scharonow weiter ausführte, wurden bei der Festsetzung des Preises für das Gasprom-Paket „die Ergebnisse aller Taxatoren - von Dresdner Kleinwort Wasserstein, Morgan Stanley und dem russischen Schätzer „2K Audit" - ausgewertet. Der Aufsichtsrat des Gaskonzerns soll heute den Wert des Aktienpaketes bestätigen, das der Staat in Gestalt der Gesellschaft Rosneftegas den Gasprom-Tochtergesellschaften abkaufen wird, um den staatlichen Anteil am Kapital des Gasmonopolisten auf das Kontrollpaket zu vergrößern.

    „Die Vergrößerung des staatlichen Anteils am Gasprom-Grundkapital ist ein notwendiger Schritt auf dem Weg zur Liberalisierung des Aktienmarktes des russischen Gaskonzerns", hieß es in der Gesellschaft.

    Der Aufsichtsrat und die Aktionärsversammlung von Rosneftegas werden innerhalb von einigen Tagen den Kaufpreis für die Aktien bestätigen, woraufhin ein entsprechender Vertrag geschlossen werden soll.

    Die internationale Bank Dresdner Kleinwort Wasserstein, die im Auftrag von Gasprom die Bewertung vorgenommen hat, hatte bereits früher in ihrem Gutachten eine Preisspanne beim Marktpreis von 3,94 bis 4,52 US-Dollar je Gasprom-Aktie angegeben. Demnach könnten 10,74 Prozent der Gasprom-Aktien 10,2 bis 11,5 Milliarden US-Dollar kosten.

    Laut dem von Morgan Stanley im Auftrage des Staates abgefassten Gutachten kostet eine Gasprom-Aktie 3,3 bis 3,9 US-Dollar. Dementsprechend beläuft sich der Gesamtwert von 10,74 Prozent der Aktien auf 8,39 bis 9,92 Milliarden US-Dollar.

    Gasprom wertet die Einschätzung seiner Aktien durch Dresdner Kleinwort Wasserstein als realistisch.

    Nach Meinung des Ministers für Wirtschaftsentwicklung und Handel, German Gref, kosten 10,74 Prozent der Gasprom-Aktien sechs bis 8,5 Milliarden US-Dollar.

    Wie das Ministerium Mitte Mai mitgeteilt hatte, beabsichtigt Rosneftegas, Mittel führender Finanzinstitute der Welt für den Kauf der Gasprom-Aktien zu mobilisieren.

    Gref teilte am 14. Juni vor Journalisten mit, dass jetzt die Möglichkeit zur Mobilisierung von Kreditressourcen gegen die Verpfändung eines gewissen Paketes erwogen wird, das sich sowohl innerhalb von Rosneftegas befinden könne, für das aber auch eine spezielle Gesellschaft gebildet werden könnte. Der Minister betonte, dass das endgültige Schema zur Mobilisierung der Mittel noch nicht formuliert sei. Zurzeit werde mit Banken darüber verhandelt.

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